Diverses Trinkgeld wird vollständig von Steuern befreit

Der Bundesrat billigte das in der vergangenen Woche im BUndestag beschlossene Gesetz am Freitag in Berlin. Die Neuregelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2002.

Auf Trinkgelder müssen künftig keine Steuern mehr
gezahlt werden. Der Bundesrat billigte das in der vergangenen Woche im Bundestag beschlossene Gesetz am Freitag in Berlin. Die Neuregelung gilt rückwirkend ab 1. Januar 2002. Profitieren sollen
davon alle Gruppen vom Kellner, Friseur und Taxifahrer bis zum Postboten und Krankenpfleger. Der Bund geht von jährlichen Steuerausfällen von rund sechs Millionen Euro aus. Derzeit ist
Trinkgeld nur bis zur Höhe des jährlichen Freibetrages von 1224 Euro von Steuern ausgenommen.

Zwischen den Parteien war jahrelang um die Trinkgeldbesteuerung gestritten worden. Erst im Mai hatten sich die Fraktionen von SPD und
Grünen der langjährigen Forderung nach einer Steuerbefreiung für Trinkgelder angeschlossen. Diese war seit Jahren vor allem von der
FDP erhoben worden, die unter anderem damit argumentierte, dass in der Praxis die Höhe der Trinkgelder vom Finanzamt geschätzt werde und
dabei vor allem die Gastronomie betroffen sei. Die Gleichheit der Besteuerung sei somit nicht gewährleistet.

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Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte vor der Bundestagswahl 1998 die Steuerbefreiung in Aussicht gestellt. Das Vorhaben, das auch
ins Tourismusprogramm der SPD aufgenommen wurde, war aber lange Zeit von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und den rot-grünen Finanzpolitikern blockiert worden. Anträge der FDP waren mehrfach
abgelehnt worden. Die Union wollte anfangs lediglich den Freibetrag erhöhen. (dpa)

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