Diverses Um die Ecke schenken

Jetzt handeln, bevor die Erb­schaftsteuer steigt: Mit­telbare Schenkung heißt der Dreh für größere Geldgeschenke. Wie die Familie dieses Sparmodell finanz­amts­fest macht und alle Vorteile herausholt.

Ein erprobter Trick funktioniert jetzt ein Stück unbürokratischer: Wer Angehörigen Geld für den Bau oder Kauf von Immobilien zukommen lässt (mittelbare Schenkung), spart kräftig Schenkungsteuer. Und zwar schon immer.

Neu ist indes: Das Geld muss nicht sofort fließen, sondern erst, wenn Ehegatte, Sohn oder Tochter bereits Eigentümer der Immobilie geworden sind. So entschied kürzlich der Bundesfinanzhof (Aktenzeichen II R 44/02).
Wer mit der mittelbaren Schenkung Steuern sparen will, muss sich sputen. Denn Fachleute wie der Koblenzer Steueranwalt Michael Fromm gehen davon aus, dass dieser Steuertrick nicht mehr lange funktionieren wird.

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Die günstigen Bewertungsregeln für Grundvermögen stehen auf dem Prüfstand der Verfassungsrichter. Und alle Experten rechnen damit, dass Karlsruhe die Vorteile Ende 2005 kippt. Fromm: „Ohnehin geplante Transaktionen sollte die Familie deshalb jetzt zügig angehen.“ Noch lassen sich per mittelbarer Schenkung beachtliche Geldsummen mit kräftigen Steuerrabatten auf die nächste Generation übertragen (siehe Vorteilsrechnung).

Kern des Modells ist der spezielle Steuerwert von Immobilien, der sich nicht am Marktwert orientiert, sondern wie folgt berechnet wird: erzielte Jahresmiete (Eigenheim: fiktive Miete) multipliziert mit 12,5 minus Altersabschlag für die Immobilie von 0,5 Prozent pro Jahr, höchstens 25 Prozent. Das ergibt Werte, die etwa 50 Prozent der Marktpreise betragen. Geldvermögen (Bargeld, Wertpapiere) ist dagegen voll steuerpflichtig. Wenn Eltern aber Geld für Immobilien geben, zählt der niedrige Steuerwert. Vorausgesetzt, sie folgen der „Sparanleitung“ der Bundesfinanzhof-Richter.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2005, Seite 110, nachlesen.

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