Diverses Unglaublich – wir sind beliebt

Alexander Mayerhöfer, stellv. Chefredakteur impulse

Alexander Mayerhöfer, stellv. Chefredakteur impulse© Rudolf Wichert

Der mittägliche Kommentar auf impulse.de zu aktuellen Themen rund um den Mittelstand. Heute: Alexander Mayerhöfer, Ressortleiter Management, zu Deutschlands gutem Ruf in der Welt - und den Chancen, die sich für die Unternehmer daraus ergeben.

„Denn wir sind wieder wer“, heißt es in einem Hit der Band BAP, die damit nach der Wende vor der neuen Großmannssucht vieler Ewiggestriger aus dem Osten und dem Westen der Republik warnte: Mit ihren Parolen und Attacken gegen Ausländer waren die nämlich gerade dabei, das Bild Deutschlands in der Welt zu verschandeln. Damals ging es um Schadensbegrenzung. Und heute? Der (Noch-)Exportweltmeister hat etwas geschafft, was wohl selbst Optimisten in diesem Jahrtausend nicht mehr für möglich gehalten hätten: Die Welt mag Deutschland. Wir sind beliebt.

Dass ausgerechnet die britische BBC in einer internationalen Studie Deutschlands Spitzenposition unter den angesehensten Nationen verkündet, macht das Ergebnis nur noch glaubwürdiger. Rund 17.000 Menschen wurden in 34 Ländern befragt, welche Nation das beste Image und einen guten Einfluss auf das Weltgeschehen hat. Unser Land bekam überall Bestnoten (nur in der Türkei und Ägypten ist das Deutschlandbild eher getrübt). Was kann sich eine Nation, deren Wirtschaft wie keine andere von Exportbeziehungen profitiert, mehr wünschen, als ein solches Kundenfeedback. Und nichts anderes ist das Lob der internationalen Gemeinschaft.

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Deutschland ist sympathisch, hat tolle Produkte und macht international eine gute Politik (was im alltäglichen Gerangel um innenpolitische Positionen allzu leicht übersehen wird). Ein Unternehmen, das seine Kunden derart zu begeistern versteht, kann sich glücklich schätzen. Und das sollten wir auch tun: Statt ängstlich auf die Exportbilanz der Chinesen zu schauen, ob die Asiaten möglicherweise die eine oder andere Maschine mehr verkaufen als wir. Wir haben nicht nur als Ingenieure und Autobauer einen exzellenten Ruf, sondern werden mittlerweile vielerorts auch als Freunde begrüßt. Eine Grundlage für gute und belastbare Geschäftsbeziehungen, die sich andere erst einmal verdienen müssen.

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