Diverses „Unsere Reformbaustellen neben Hartz IV kommen zu kurz“

Der 53-jährige Ex-Unternehmer Frank-Jürgen Weise, seit Februar 2004 Chef der Bundesagentur für Arbeit, im Interview mit impulse.

impulse: Herr Weise, nimmt Hartz IV den Arbeitsagenturen die Luft zum Atmen?

Weise: Zurzeit ist es in der Tat eng, aber
im Frühjahr 2005 haben wir das Gröbste geschafft.

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Worunter leiden Sie am meisten?

Unter Hartz IV. Unser Umbauprozess kommt daher nicht so schnell voran wie geplant. Das würde ich mir anders wünschen.

Jeder Fünfte Ihrer Agenturchefs klagt, dass er den Service für Unternehmer wegen Hartz IV einschränken muss.

Wenn das passiert, wäre das fatal. Da werden wir gegensteuern. Es widerspräche unserer Geschäftspolitik, den Arbeitgeberservice
einzuschränken.

Wer macht schlechte Arbeit – Sie oder der Gesetzgeber?

Der langwierige politische Abstimmungsprozess
um die Umsetzung von Hartz IV hat dazu geführt, dass wir erst sehr spät mit der Vorbereitung beginnen konnten. Andere Reformbaustellen kommen jetzt erstmal zu kurz.

Ihr größter Vorwurf an Berlin?

Kein Vorwurf, aber ein Vorschlag: Der Gesetzgeber schreibt alle Hartz-Instrumente für jede Agentur verbindlich vor. Aber nicht alle 180 Agenturen brauchen etwa eine eigene Personal-Service-Agentur. Wir müssen mehr experimentieren
können. Gerne mit noch mehr Instrumenten, die aber vor Ort je nach Lage entwickelt werden sollten.

Das vollständige Interview können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2004, Seite 34, nachlesen.

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