Diverses Unternehmen machen mobil

Auch unterwegs auf E-Mail, Adressbücher und Kalender zugreifen - in vielen deutschen Mittelstandsbetrieben und Großunternehmen wird die Vision des mobilen Arbeitsplatzes in Kürze Wirklichkeit. Das hat eine von Nokia beauftragte Studie unter 600 Entscheidern in deutschen und US-amerikanischen Unternehmen ergeben.

In 43 Prozent der deutschen Unternehmen ist die Umsetzung entsprechender mobiler Sprach-/Daten-Kommunikationslösungen zum aktuellen Zeitpunkt bereits in vollem Gang und auch beim Rest der befragten Unternehmen bestehen bereits konkrete Planungen.

Die Umfrage wurde von Nokia in Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Marktforschungsinstituten und Unternehmensberatungen AMI Asia Market Intelligence, Bearing Point, e-mori, HPI Research Group, NOP World und Northstream durchgeführt.

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Auffällig ist der Unterschied zu den ebenfalls befragten US-Unternehmen, die offenbar sehr viel vorsichtiger an die neuen mobilen Kommunikationslösungen herangehen: Jenseits des Atlantiks gaben nur 21 Prozent der befragten Unternehmen an, zum jetzigen Zeitpunkt bereits eine entsprechende Lösung umzusetzen.

Großunternehmen sind Vorreiter

Für alle befragten Unternehmen weltweit gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto vorsichtiger die Planungen hinsichtlich mobiler Sprach/Daten-Kommunikationslösungen.

Dementsprechend sind es auch vor allem die Großunternehmen, in denen die Pläne am weitesten gediehen sind: In 29 Prozent der befragten Unternehmen ist der Implementierungsprozess bereits in vollem Gang, 26 Prozent sehen eine Implementierung innerhalb der nächsten 12 Monate. Und auch in der Frage, ob bereits Gespräche mit entsprechenden Implementierungspartnern geführt werden, zeigt sich die Vorreiter-Funktion der Großunternehmen (40 Prozent) gegenüber den kleineren KMU (33 Prozent) und den mittelgroßen KMU (31 Prozent).

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über Effizienzsteigerungen durch Mobilfunk.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen, die mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen und Mobiltelefone einsetzen, gaben in der Befragung an, dass die Effizienz der betrieblichen Abläufe durch Mobilfunkdienste sehr stark gesteigert wird. Auf die Frage, wie sich diese Effizienzsteigerung in der Praxis darstellt, wurde vor allen Dingen die „Zeitersparnis“ genannt, gefolgt von verbesserter Einsatzplanung von personellen und sonstigen Ressourcen, Kosteneinsparungen und schließlich Umsatzsteigerungen.

„Die Tatsache, dass die Unternehmen den Kosteneinsparungseffekt mobiler Lösungen erst an dritter Stelle sehen, ist als Herausforderung für den Anbieter von Mobilen Enterprise-Lösungen zu verstehen“, schließt Janne Laiho, Market Research Manager bei Nokia. „Die Unternehmen müssen davon überzeugt werden, dass sie investieren müssen, um zu sparen.“

In welcher Form sich die Effizienzsteigerung des Mobilfunks niederschlägt, hängt auch von der Unternehmensgröße ab: Für größere Unternehmen tragen mobile Kommunikationslösungen vor allem durch die Möglichkeit, Personal- und Sach-Ressourcen von unterwegs besser zu planen, zur Steigerung der Effizienz bei.

Doch bevor man konkrete mobile Lösungen in Betracht zieht, sollten zunächst im Rahmen einer Bestandsanalyse grundsätzliche Fragen geklärt werden, wie zum Beispiel: Was will man mit einer Mobilisierung erreichen und warum? Geht es darum, Mitarbeitern unterwegs Zugriff auf ihre E-mails zu ermöglichen, oder will man komplette Geschäftsprozesse mobilisieren?

Besonders wichtig ist, dass das Unternehmen die Mobilisierung von Anwendungen wie ein IT-Projekt betrachtet und dass mobile Endgeräte in die Gesamt-IT-Infrastruktur des Unternehmens einbezogen werden. So hat eine unternehmensweite IT/Telefon-Gesamtstrategie den Vorteil, dass klar definiert werden kann, welche Festnetz- und Mobilfunktelefone und welche Smartphones eingesetzt werden, mit welchen Software- und Sicherheitspaketen die Smartphones standardmäßig ausgestattet werden und wann Upgrades dieser Software- und Sicherheitspakete für alle Geräte implementiert werden. Allein durch die nun möglichen Skalenvorteile im Einkauf der Geräte und Software-Pakete können erhebliche Kosten gespart werden – und teure Arbeitszeit, da die bisher erforderlichen Wartungsaufwendungen für die Vielzahl an Endgeräten deutlich reduziert werden können.

Werden auch die Minutenpakete, die häufig bei unterschiedlichen Netzbetreibern für Festnetztelefonie, Mobilfunk und für Datenkommunikation eingekauft wurden, künftig zentral unter Ausnutzung entsprechender Skalenvorteile eingekauft – dann wird ein weiterer großer Block von Kosteneinsparungen frei.

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