Diverses Urlaubs-Recht

Je dünner die Personaldecke, desto schwieriger die Personalplanung zur Ferienzeit. Dennoch dürfen Arbeitgeber Urlaubswünsche nicht einfach ablehnen.

Die Ferien waren toll! So toll, dass die Angestellte einer hessischen Sparkasse gerne eine Woche drangehängt hätte. Prompt rief sie
im Büro an und bat, dies den Vorgesetzten
auszurichten, und zwar mit der Bitte um Rückruf. Als sie nichts mehr hörte, ging sie davon aus, dass die Verlängerung in Ordnung gehe. Doch als die Urlauberin schließlich
zurückkam, empfing man sie mit einer
fristlosen Kündigung. Und dies völlig zu Recht, wie das Arbeitsgericht Frankfurt am Main später feststellen sollte (Aktenzeichen 15 Ca 7998/02).

Dieses Urteil bekräftigt, dass Arbeitsrichter
auf Selbstbeurlaubung von Mitarbeitern sauer reagieren. Andererseits muss sich auch der Chef an rechtliche Vorgaben halten. Soll heißen: Ordnungsgemäß beantragten
Urlaub muss der Arbeitgeber bewilligen.
Ablehnen darf er nur wegen „dringender betrieblicher Belange“.

Anzeige

In Grenzfällen zu einvernehmlichen
Lösungen zu kommen, wird
tendenziell allerdings immer schwieriger.
„In vielen Betrieben wird die
Personaldecke immer dünner“, weiß
Rechtsanwalt Udo Wisswede, Arbeitsrechtler
in der Spitzweg Partnerschaft, München. „Da kommt es wegen der Urlaubsplanung ganz leicht zum Krach unter Kollegen oder zwischen
Vorgesetzten und Mitarbeitern und schlussendlich mit dem Betriebsrat.“ Auch dass Mitarbeiter ihren Urlaub unter- oder abbrechen sollen, kommt häufiger vor als früher.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 05/2005, Seite 76, nachlesen.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...