Diverses US-Industrie bevorzugt Deutschland

Die Auslandsinvestitionen der US-Industrie sanken 2002 um 37 Prozent. Deutschland bleibt aber größter Empfänger.

Rund 11,3 Milliarden Dollar investierten hier zu Lande die US-amerikanischen Industrieunternehmen im Jahr 2002.

Damit bleibt Deutschland nach einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte Consulting weltweit größter Empfänger dieser US-Investoren. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Großbritannien und die Niederlande.

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Insgesamt sanken die Auslandsinvestitionen der US-Industrie von 36 auf 23 Milliarden Dollar, was einem Minus von 37 Prozent entspricht.

„Diese Zurückhaltung ist zeitlich begrenzt“, kommentiert allerdings Deloitte-Partner Wolfgang Zillessen: „Viele Unternehmen konzentrieren sich angesichts der schwachen Konjunktur jetzt zunächst darauf, ihre Logistik-, Produktions- und Vertriebsprozesse global zu optimieren und das Beste aus ihren Auslandsinvestitionen zu machen, bevor sie in
eine neue Investitionsrunde einsteigen.“

Dass gerade der Standort Deutschland für die US-Investoren einen so hohen Stellenwert besitzt, kommt für Zillessen nicht überraschend: „Für Direktinvestitionen sind in der Regel nicht die reinen Arbeitskosten entscheidend, sondern vor allem Faktoren wie Fertigkeiten, politische Stabilität und Bildungsniveau.“

Und: Teile der deutschen Industrie lassen angesichts niedriger Marktwerte verstärkte Übernahmeaktivitäten erwarten.

Die komplette Studie in englischer Sprache steht hier zum Herunterladen bereit.

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