Diverses Verborgene Schätze

In den großen fotografischen Bildarchiven ruhen Schätze, die bis zu den Ursprüngen der Fotografie zurückreichen. Die Galerie Lumas zeigt mit der Ausstellung "Yesterday" erstmalig Modern Prints aus legendären Institutionen. Die verborgenen Schätze sind von besonderem Reiz - so bewahrt beispielsweise das Kölner Atelier Schmölz + Huth in seinen Archiven eine Geschichte des Interieurs und der Mode aus drei Jahrzehnten.

Lumas hat herausragende Fotografien ans Licht gebracht und als Modern Prints neu aufgelegt. Vier sehr unterschiedliche Archive sind bei Lumas ab sofort präsent.

Ihre Namen stehen für hohen Anspruch und sie garantieren eine Vielfalt der Themen und Fotografen. Dennoch: Um die Perlen aus diesen Archiven herauszufischen, bedarf es eines guten Gespürs für Qualität und einer gewissenhaften Recherche.

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Beispiel Ullstein Bildarchiv: Als kulturgeschichtliche Quelle erster Güte birgt es über elf Millionen Aufnahmen. Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Berliner Zeitungsverlag der Gebrüder Ullstein entstanden, offenbart sich hier nicht nur ein plastisches Bild der Politik eines ganzen Jahrhunderts, sondern auch der hohe Standard eines künstlerischen Bildjournalismus: Alfred Eisenstaedt, Martin Munkacsi, Madame d’Ora und viele andere ganz Große der Fotogeschichte waren für das traditionsreiche Unternahmen tätig.

Genauso viele Aufnahmen wie im Ullstein Archiv lagern in dem Bildarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Bestände, die noch keineswegs durchgehend erfasst sind, spiegeln die eindrucksvolle Kulturlandschaft Berlins wider. Das Bildmaterial, das in 17 staatlichen Museen seit der Erfindung der Fotografie kontinuierlich zusammengekommen ist, darf ohne Übertreibung ein Universalarchiv zur Geschichte der Menschheit genannt werden.
Erich Salomon und Friedrich Seidenstücker sind nur zwei der herausragenden Protagonisten, die Lumas aus dieser Quelle vorstellt.

Eine ebenso sinnvolle wie aufregende Ergänzung zu den deutschen Sammlungen bietet das US-amerikanische Hulton Archiv mit Klassikern wie Julia Margaret Cameron, der Urmutter des stimmungsvollen Charakterporträts, Eadweard Muybridge, dem Meister der Bewegungsstudie, oder Vertretern einer Foto-Avantgarde, die mit harter Objektsicht und neuen Perspektiven Wegbereiter einer neuen, revolutionären Ästhetik in Amerika wurden: Berenice Abbott, Lewis Hine und Walker Evans.

Bei all diesen reizvollen Namen, die seit Jahren auf dem Kunstmarkt Höchstpreise erzielen, hat sich Lumas auch die Lust am Stöbern, Entdecken und Wiederentdecken bewahrt. Die verborgenen Schätze, die dabei zu Tage treten, sind von besonderem Reiz, das zeigen die zahlreichen Meisterwerke von anonymen Fotografen im Hulton Archiv ebenso, wie eine kleine Sensation aus Köln: das atelier schmölz + huth. In seinen Archiven bewahrt es eine Geschichte des Interieurs und der Mode aus drei Jahrzehnten.

Dauer:

4. März bis 17. Mai 2006

Ausstellungsorte:

Berlin

Oranienburgerstraße 1

10178 Berlin

Düsseldorf

Grünstraße 15

40212 Düsseldorf

Hamburg

Große Elbstraße 68

22767 Hamburg

München

Briennerstraße 3

80333 München

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