Diverses Verbraucher wollen mit Handy bezahlen

Verbraucher wollen mit Handy bezahlen

Verbraucher wollen mit Handy bezahlen

Eine neue Studie von A.T. Kearney zeigt: Verbraucher würden gerne kleinere Beträge mit ihrem Handy bezahlen. Allerdings ist die Technik noch nicht ausgereift. Auch Werbebotschaften via SMS sind weiter auf dem Vormarsch.

Wer hätte es gedacht: 44 Prozent der Nutzer von Mobiltelefonen würden gerne mit ihrem Handy kleinere Beträge wie Taxifahrten oder Bahntickets bezahlen. Das Handy tatsächlich als elektronische Geldbörse nutzen, können in der Praxis jedoch lediglich zwei Prozent – die Technik ist noch nicht ausgereift. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von A.T. Kearney und der Cambridge Business School, bei der 5.600 Handy-Nutzer in 14 Ländern, darunter Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA zu ihren Gewohnheiten in Sachen Handy-Nutzung befragt wurden.

Besonders populär ist das so genannte „m-cash“ in Japan – jeder Zweite würde dort gerne auf diese Weise bezahlen. Knapp hinter Japan folgen Europa mit 46 Prozent und Gesamtasien mit 43 Prozent. In den USA können sich mit der Idee hingegen nur 38 Prozent anfreunden.

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Martin Sonnenschein von A.T. Kearney warnt jedoch vor allzu großem Enthusiasmus: „Die Vorlieben der Konsumenten sind noch nicht so stark festgelegt. Man muss schnell auf Kundenwünsche mit attraktiven Produkten reagieren. Sonst verschwinden diese über Nacht. Vor anderthalb Jahren beispielsweise hatten wir noch sehr hohe Werte, was das Interesse über Handy ins Internet zu gehen, angeht. Inzwischen sind diese dramatisch gefallen. Nicht zuletzt weil es zu wenig attraktive Angebote seitens der Hersteller und Content-Provider gab. Die gleiche Gefahr besteht auch bei m-cash.“

SMS befindet sich nach wie vor im Aufwind – vor allem Werbebotschaften via SMS erfreuen sich großer Beliebtheit. Gaben bei der letzten Studie gerade einmal ein Prozent der Befragten an, Werbung per SMS zu erhalten, stieg dieser Wert in den letzten sechs Monaten auf 35 Prozent. Spitzenreiter in Sachen SMS-Werbung ist Korea mit 63 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 47 Prozent.

„Die Telekommunikations-Industrie sollte aus dem Erfolg von SMS in Europa
lernen“, meint Martin Sonnenschein. Die Entwicklung der nächsten Generation mobiler Services per Handy müsse einhergehen mit der Erschließung neuer Einnahmequellen. „In Europa hat bereits fast jeder fünfte Handy-Nutzer einmal kostenpflichtig Logos oder Klingeltöne heruntergeladen“. Dieses Modell zeige in die richtige Richtung.

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