Diverses Verdi-Chef Bsirske attackiert Bundesregierung und Arbeitgeber

Im Streit um eine Neuauflage des Bündnisses für Arbeit hat verdi-Chef Frank Bsirske Bundesregierung und Arbeitgeber scharf angegriffen.

Der Gewerkschaftsvorsitzende kritisierte Rot-Grün als «wankelmütig« und warf den Arbeitgebern in der heutigen Ausgabe der «Süddeutschen Zeitung» vor, mit «unannehmbaren» Forderungen die Neuauflage der Spitzenrunde verhindert zu haben. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt wolle die Gewerkschaften «in die Blockierer-Ecke drücken«.

Bsirske sagte, Gewerkschaft, Arbeitgeber und Regierung würden zwar weiter miteinander reden, ein neues Bündnis werde es aber nicht geben. Die Gewerkschaften sehen sich »tief gestaffelten Angriffslinien der Arbeitgeber und Politiker gegenüber.« Das Vertrauen vieler Gewerkschafter in die Bundesregierung sei «tief gestört«, da Wahlversprechen beispielsweise beim Kündigungsschutz nun nicht mehr gelten würden, so der verdi-Chef.

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Der nordrhein-westflische Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau forderte die Tarifparteien in der »Financial Times Deutschland« auf, sich doch noch zu neuen Gesprächen zusammenzufinden. Zugleich sprach sich der SPD-Politiker für eine Lockerung des Kündigungsschutzes aus, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen.

Mehrere Gewerkschafter und Koalitionspolitiker hatten sich am Wochenende für die Fortsetzung der Spitzenrunde ausgesprochen. Am heutigen Montagnachmittag trifft Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem IG-Metall-Vorstand in Berlin zusammen.

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