Diverses Verdienen Sie ­genug?

Gehälter, Tantiemen, Extraleistungen - eine Umfrage zeigt, was für GmbH-Geschäftsführer jetzt drin ist.

Die Gesellschafter-Geschäftsführer in mittelständischen Firmen sind bescheidener geworden. Ihre Gehälter stiegen in den vergangenen zwölf Monaten nur um 2,5 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es noch 4,9 Prozent. Das belegt eine Umfrage der Kienbaum Unternehmensberatung in Gummersbach. „Hier spiegelt sich wider, dass sich die Ertragslage vieler Firmen verschlechtert hat“, erklärt Kienbaum-Experte Christian Näser.

Im Einzelnen: Die Jahresbezüge der Chefs von GmbHs mit bis zu 25 Millionen Euro Umsatz betragen im Durchschnitt 157000 Euro. Die Spanne reicht von knapp 40000 Euro bis über 800000 Euro (Festgehalt, Tan­tiemen und andere variable Vergütungen). Die höchsten Gehälter gibt es in Dienstleistung und Industrie, gefolgt von Groß- und Einzelhandel. Die Ergebnisse sind absolut verlässlich. Rund 1300 GmbH-Chefs haben Auskunft gegeben: wie viel Gehalt und Gewinnbeteiligung sie bekommen, welchen Firmenwagen sie fahren und wie die betriebliche Altersversorgung aussieht.

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Wer alle Infos braucht, greift zu den ausführlichen Kienbaum-Daten. Damit können Geschäftsführer jetzt ausloten, ob sie den Gehaltsspielraum ausschöpfen, den die Vergleichswerte aufzeigen. Sie sind zudem beste Argumente, falls das Finanzamt den Rotstift ansetzen will. Grund: „Die Jahresbezüge eines GmbH-Chefs gelten als angemessen, wenn sie im Rahmen dessen liegen, was vergleichbare Unternehmen ihren Geschäftsführern für gleichartige Leistungen zahlen“, erklärt Experte Näser.

Tatsächlich achten die Finanzämter darauf, dass sich Gesellschafter-Geschäftsführer keine wesentlich höheren Vergütungen genehmigen, als sie auch fremden Managern zahlen würden. Spannend wird es freilich dadurch, dass Arbeitsbelastung, Kompetenz sowie oft Alleinverantwortung für Umsatz und Ertrag deutliche Zuschläge erlauben. Das ist geltendes Recht. Was den Argwohn der Beamten schürt: In Familien-GmbHs entscheidet der Chef praktisch selbst über sein Gehalt. Und damit auch über das, was die Firma als Betriebsausgabe bei der Körperschaft- und Gewerbesteuer absetzen kann.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 112, nachlesen.

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