Diverses Verfahrenskosten lassen sich stunden

Verfahrenskosten lassen sich stunden

Verfahrenskosten lassen sich stunden

Haben Sie einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt, können Sie seit Dezember 2001 zusätzlich eine Stundung der Verfahrenskosten beantragen. Wie das geht, was es dabei zu beachten gilt und wann das Gericht die Stundung aufheben kann, lesen Sie hier.

Seit dem 1. Dezember 2001 können Schuldner, die einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt haben, zusätzlich eine Stundung der Verfahrenskosten beantragen. Und zwar dann, wenn ihr Vermögen voraussichtlich nicht ausrechen wird, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu decken. Gleichzeitig können in Not geratene Unternehmer beantragen, dass das Gericht ihnen einen Anwalt ihrer Wahl beiordnet.

Achtung: eine Stundung erfolgt nur auf Antrag. In diesem müssen Sie als Schuldner eine Erklärung abgeben, dass bei Ihnen keine Gründe vorliegen, die der Erteilung einer Restschuldbefreiung entgegenstehen. Einen entsprechenden Antrag können Sie sich hier herunterladen.

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Die Stundung selbst erfolgt für jeden Abschnitt des Insolvenzverfahrens. Auch nach Erteilung der Restschuldbefreiung kann das Gericht Ihre Stundung verlängern. Alternativ kann der Richter eine monatliche Ratenzahlung festlegen, wenn Sie nicht in der Lage sind, den gestundeten Betrag aus Ihrem Einkommen oder Vermögen zu zahlen. Das Gericht kann dabei die Entscheidung über die Stundung und die Monatsraten jederzeit ändern, wenn sich Ihre persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse wesentlich ändern. Sie sind daher auch verpflichtet, dem Gericht eine Veränderung Ihrer finanziellen Verhältnisse unverzüglich selbst anzuzeigen.

Beachten Sie bitte, dass das Gericht die Stundung jederzeit aufheben kann, wenn:

  • · Sie vorsätzlich oder grob fahrlässig in Ihrem Antrag unrichtige Angaben gemacht oder eine vom Gericht verlangte Erklärung über Ihre Verhältnisse nicht abgegeben haben.
  • Die persönlichen oder wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Stundung nicht vorliegen.
  • Sie länger als drei Monate mit der Zahlung einer Monatsrate oder eines sonstigen Betrags schuldhaft im Rückstand sind.
  • Sie keine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben, Sie ohne Beschäftigung sind, sich nicht um eine solche bemühen oder eine zumutbare Tätigkeit ablehnen.
  • Ihre Restschuldbefreiung versagt oder widerrufen wird.

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