Diverses „Viele Chefs wissen nicht, was sie wollen“

Der Mittelstand könnte gute Werbung machen, wenn er wollte. Doch er nutzt seine Chancen zu wenig, behaupten die Agentur-Profis. Stimmt der Vorwurf? Dazu ein Insider-Gespräch mit Marketing-Chef Peter Hartung vom Werkzeughersteller Metabo sowie den Agentur-Chefs Thomas Meichle und Wendelin Abresch.

impulse: Mittelständler gelten
in Sachen Werbung immer noch
als altbacken. Stimmt die
Einschätzung?

Abresch: Das lässt sich schwer verallgemeinern. Ein Beispiel: Bäckereien etwa haben im Zuge der Filialisierung ihr Erscheinungsbild deutlich verbessert. Allerdings unterscheiden sie sich jetzt auf hohem Niveau kaum mehr voneinander. Sie müssten sich mehr über Service, pfiffige Angebote und Produkte von der Konkurrenz abheben, um sich als Marke zu profilieren.

Anzeige

Meichle: Neun von zehn Mittelständlern
reden von Marke und meinen doch nur ihr Logo. Der Begriff „Marke“ wird falsch interpretiert.

Hartung: Dabei ist viel wichtiger, dass sich ein Unternehmen die Kernfragen stellt: Wer sind meine Wettbewerber? Wie unterscheide ich mich von ihnen?
Stimmen Eigen- und Fremdbild überein? Wer darauf klare Antworten geben kann, hat seine Identität gefunden. Das ist der erste entscheidende Schritt, um eine Marke zu werden.

Sind Mittelständler mit dieser
Aufgabe nicht überfordert?

Hartung: Sie sollten sich dafür Experten
ins Haus holen. Aber Berater und Agenturen sind den meisten kleineren Firmen zu teuer. Leider erkennen sie oft nicht, was Ideen, Kreativität und Konzepte wirklich wert sind.

Abresch: Dabei profitieren sie langfristig
davon. Wir planen gerade einen Workshop für mehrere Dentallabors, für die sich der Markt radikal verändert hat. Wir helfen bei der Neupositionierung. Über Preis und Qualität hinaus
brauchen sie Differenzierungsmerkmale, etwa besondere Service-Angebote. So können sich auch kleine Firmen professionellen Rat leisten.

Hartung: Die richtige Positionierung
ist entscheidender Schlüssel für den
Markterfolg. Metabo hat einen kleinen
Händler in Österreich, der ein sehr enges
Sortiment anbietet. Das kommuniziert
er auch so – mit großem Erfolg.

Das vollständige Interview können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2004, Seite 26, nachlesen.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...