Diverses Vom Trend zum Produkt

Wer gesellschaftliche Entwicklungen genau beobachtet, ist auf dem besten Weg, neue Verkaufsschlager zu entdecken.

Die letzte Entscheidung fiel auf einem außergewöhnlichen Event. Der Schwarzwälder Sanitärhersteller Hansgrohe AG präsentierte seiner Klientel den neuen Duschkopf Raindance auf einer Duschparty. Dort stiegen die Handwerker unter die Dusche und stellten das neue Produkt am eigenen Leibe auf die Probe. Besonders gut gefiel den kritischen Sanitärmeistern der außergewöhnlich weiche Fall des Wassers, ja er begeisterte sie geradezu.

Aus dem hautnahen Praxistest ergaben sich für das Familienunternehmen aus Schiltach bei Offenburg zwei konkrete Schlussfolgerungen: Erstens, das Produkt ging in Serie, zweitens, das Unternehmen war sicher, dass die Handwerker und Wiederverkäufer den Raindance mit voller Überzeugung ihren Kunden anpreisen würden. Ergebnis: „Seit Pro­duktions­beginn im Jahr 2003 haben wir rund 700.000 Duschsets verkauft“, berichtet Juniorchef Richard Grohe.

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Hansgrohe traf den Nerv der Zeit, den Megatrend Wellness, und landete einen Verkaufshit. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Erst nach monatelangen Diskussionen in der Firma, zahlreichen Entwürfen von Designern und Technikern sowie Kundenbefragungen hatte sich herauskristallisiert, dass Form und Funktion der Dusch-Innovation der Wellness-Welle entsprachen.

Um von derartigen Megatrends profitieren zu können, müssen „Firmenchefs erstens einen neuen Trend frühzeitig identifizieren. Zweitens im richtigen Moment mit dem passenden Produkt an den Markt gehen, und drittens mutig und schneller als die Konkurrenz sein“, sagt Marc Völler, Geschäftsführer der Hamburger Agentur Kreativphase, die Unternehmen bei Innovationen professionell unterstützt.

Nach dieser Strategie gingen auch die drei Modemacher Nikolas Neuhaus, Nicole Bailly und Oliver Bruhn vor. Ihr Thema: Individualisierung. „Die Leute wollen sich abheben“, so Neuhaus. Die Gründer entwickelten mit ihrer Firma Departmentgreen in der Nähe von Frankfurt am Main eine besondere Handtasche – auffällige Farben, 13 unterschiedliche Versionen, alle mit plakativem Design, Akzente setzende Karabinerhaken und ein ungewöhnlicher Name: „George, Gina & Lucy“.

Beratern, die Unternehmen bei der Umsetzung von Trends in Produkte unterstützen:

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 52, nachlesen.

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