Diverses Von den Besten lernen

Lehrstellennot gibt es anderswo. Die Sieger im Wettbewerb "Ausbildungs-Ass" bilden mehr Azubis aus, als sie müssten. Und besser.

Juliane Jurtz weiß um die Bedeutung einer soliden Ausbildung: „Sie stellt die Weichen für ein ganzes Berufsleben.“ Trotzdem hat sie das Studium der Kommunika­tionswirtschaft nach nur zwei Wochen entnervt hingeworfen: „Zu wenig verständlich, zu wenig Praxis.“

Genau die wollte sie aber kennen lernen. Deswegen bewarb sich die heute 23-Jährige Mitte 2002 um eine Ausbildungsstelle zur Werbekauffrau. Dass sich Jurtz für das Verlagshaus Sutter (Foto) in ihrer Heimatstadt Essen und nicht für eine Werbeagentur entschied, hatte seinerzeit einen profanen Grund. „Feste Arbeitszeiten und ein Tarifvertrag“, erinnert sich die Auszubildende.

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Doch bereits beim Bewerbungsgespräch ahnte sie, dass ihr die A. Sutter GmbH noch mehr bieten würde. Denn in der Vorstellungsrunde saßen auch Auszubildende der älteren Jahrgänge mit am Tisch – sie hatten die Vorauswahl der Kandidaten getroffen, die Einladungsbriefe formuliert und auch die Kriterien für die Beurteilung der Bewerber entwickelt.

„Ungewöhnlich“, staunte Juliane Jurtz damals über das, was für ihren heutigen Chef völlig selbstverständlich ist: „Die jungen Leute schauen doch viel genauer hin als Personalsachbearbeiter“, erklärt Fir­men­chef Christian Sutter, „schließlich wissen sie aus eigener Erfahrung am besten, was unsere Azubis von vornherein an Fähigkeiten mitbringen müssen.“

Dass sie dabei zugleich ein Stück Ausbildung absolvieren und lernen, Verantwortung zu tragen, erwähnt Sutter eher beiläufig. Aber genau das zeichnet ihn und sein Unternehmen aus: Weit über die Vorschriften der Ausbildungsordnung hi­naus fordert und fördert die A. Sutter GmbH ihre Nachwuchskräfte. Deswegen ist sie das „Ausbildungs-Ass 2005“ in der Kategorie Industrie, Handel, Dienstleistungen.

Bereits zum neunten Mal haben die Wirtschaftsjunioren Deutschlands (WJD) und die Junioren des Handwerks die von den Inter-Versicherungen gestiftete Auszeichnung vergeben. 38 Handwerksbetriebe, 96 Firmen aus Dienstleistung, Handel und Industrie sowie 38 Ausbildungsinitiativen hatten sich für die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben.

Das Ziel des Wettbewerbs: „Wir wollen zeigen, was insbesondere der Mittelstand für den Nachwuchs und damit für die Zukunft des Landes tut. Und wir wollen Anregungen für andere geben, selbst noch mehr für eine gute Ausbildung zu tun“, betont der WJD-Vorsitzende Thorsten Westhoff.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 35, nachlesen.

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