Diverses Von Hasardeuren und Hasenfüßen

Gerd Kühlhorn: stellvertretender impulse-Chefredakteur

Gerd Kühlhorn: stellvertretender impulse-Chefredakteur© Michael Dannenmann

Der mittägliche Kommentar auf impulse.de zu aktuellen Themen rund um den Mittelstand. Heute: Gerd Kühlhorn, stellvertretender Chefredakteur, zum erneuten Fehlverhalten der Banker, die jetzt aus Angst selbst solide Firmenkredite verweigern - und so schon wieder Milliardenschäden provozieren.

Was ist schlimmer als jene Clique von Hasardeuren in den Vorständen von Banken und Sparkassen, die das ihnen anvertraute Geld, von Gier getrieben, in unseriösen Börsendeals verzockt haben? Schlimmer ist, wenn aus diesen Hasardeuren, die uns um mindestens 90 Milliarden Euro ärmer gemacht haben, plötzlich Hasenfüße werden, die auch minimale Kreditrisiken scheuen. Wie jetzt in der gesamten Branche zu beobachten ist.

Die gleichen Banker, die gestern noch die Milliarden nicht schnell genug in windige Geschäfte schütten konnten, verweigern sich heute untereinander die Vergabe von Krediten, selbst wenn es um klassische und zuallermeist äußerst solide Firmenfinanzierungen geht. Wohlwissend, dass sie durch dieses erneute Fehlverhalten in der Kreditwirtschaft wie in der gesamten Wirtschaft neue Milliardenschäden provozieren.

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So viel Inkompetenz und Unfähigkeit ausgerechnet bei jenen, die zuvor jahrelang Firmenchefs drangsaliert haben mit Ratings und Basel II-Bürokratie, die Kreditantragsteller nicht wie Kunden behandelt haben sondern wie Bittsteller, die sich gar das Recht herausgenommen haben, Unternehmern erklären zu wollen, wie sie ihre Geschäfte besser führen könnten – dies alles entzieht dem über jahrzehnte gewachsenen Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmern und ihren Partnerbanken mit einem Schlag die Grundlage.

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