Diverses Vor Töchtern britischer Firmen wird gewarnt

Geschäftspartner deutscher Niederlassungen von britischen "Limited Companies" gehen jetzt ein höheres Risiko ein.

Vorsicht bei Geschäften mit der deutschen Niederlassung einer britischen Limited Company („Ltd.“): Denn hinter einer solchen Dependance, selbst wenn sie im deutschen Haldesregister eingetragen ist, kann sich jetzt eine mehrstöckige Scheinfirma verbergen, was es Gläubigern enorm erschwert, an ihr Geld zu kommen.

Dies folgt aus aktuellen Beschlüssen des Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken sowie des Bundesgerichtshofs (BGH).

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Bislang durfte die deutsche Niederlassung einer „Ltd.“ nur dann ins deutsche Handelsregister gelangen, wenn die britische Mutter auch ihren tatsächlichen Verwaltungssitz in Großbritannien hatte. Saß das Unternehmen de facto aber etwa in Deutschland, konnten sich die Gläubiger direkt bei den deutschen Gesellschaftern persönlich schadlos halten.

Und genau dies funktioniert neuerdings nicht mehr.

Ab sofort können in Deutschland ansässige Unternehmen nach Belieben eine britische Briefkastenfirma gründen (haftendes Stammkapital: 100 Pfund), die ihrerseits eine (beschränkt haftende) deutsche Niederlassung eintragen lässt.

So das OLG Zweibrücken (Aktenzeichen 3 W 21/03) und für einen ähnlich gelagerten Fall auch der BGH (Aktenzeichen VII ZR 370/98), die notgedrungen den Vorgaben des Europäischen gerichtshofs (EuGH) gefolgt sind.

impulse-Tipp: Wer erfahren möchte, wie es um die tatsächlichen Aktivitäten einer britischen Muttergesellschaft bestellt ist, fragt beim beim dort zuständigen Registergericht nach.

Nähere Infos dazu gibt es über die deutsche Auslandshandelskammer.

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