Diverses Was GmbH-Chefs verdienen dürfen

Ob Gehalt, Tantieme oder Fir­men­wagen: impulse zeigt, was Geschäftsführern in Familienunternehmen zusteht. Und was die Finanzämter jetzt durch­­winken müssen.

Je besser die Umsatzrenditen, desto höher die Chefgehälter. Die Jahresbezüge von Gesellschafter-Geschäftsführern deutscher Fami­lien­unternehmen reichen in Industrie und Dienstleistung in der Spitze bis weit über die Millionengrenze.

Davon kann das Gros der mittelständischen Firmenchefs zwar nur träumen. Aber auch sie haben durchaus ordentliche Gehälter mit dem eigenen Unternehmen vereinbart. Drei von vier genehmigen sich bis zu 156.000 Euro pro Jahr. Gegenüber dem Vorjahr ein Plus von zwei Prozent. Das belegt die große GmbH-Umfrage 2005 – eine Initiative von impulse, der BBE-Unternehmensberatung und dem Deutschen Steuer­beraterverband.

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Die Ergebnisse helfen beim Steuersparen. Denn damit können Unternehmer jetzt ausloten, ob sie den Spielraum bei der Steuer ausschöpfen. Außerdem liefern die Daten beste Argumente, falls das Finanzamt die Angemessenheit der Chefbezüge in Zweifel zieht.

An den Zahlen kann keiner vorbei: Rund 3.800 Unternehmer haben offenbart, wie viel Gehalt und Tantieme sie bekommen, welchen Firmenwagen sie fahren und wie die betriebliche Altersversorgung aussieht. „Die Vergleichswerte sind für GmbH-Geschäftsführer bares Geld wert“, sagt Steuerberaterpräsident Jürgen Pinne.

Gehalt, Tantieme und Extras sind als Betriebsausgaben absetzbar. Je mehr der Chef bekommt, desto geringer ist der gewerbesteuerpflichtige Gewinn. „Deshalb rechnet es sich, das Gehalt nach oben hin auszureizen“, sagt BBE-Experte Peter Rath. Obwohl dann weniger in der Firma übrig bleibt und als Gewinn ausgeschüttet werden kann – und vom Firmenchef als GmbH-Anteilseigner nur zur Hälfte versteuert werden muss (Halbeinkünfteverfahren).

Die Gesamtvergütungen umfassen zunächst Monatsgehälter und Sonderzahlungen. Praktisch jeder GmbH-Chef (rund 90 Prozent) bezieht mehr als zwölf Gehälter. Die Umfrage zeigt aber auch: Eigentlich selbstverständliche Leistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in fast jedem vierten Vertrag nicht hieb- und stichfest vereinbart, führen also in der Betriebsprüfung zu Streit. Dies sollte man vorsichtshalber bei nächstbester Gelegenheit mit dem Steuerberater erörtern.

Eile geboten ist dagegen bei der Pensionszusage. Diese Extraleistung – so die Umfrageergebnisse – genehmigt sich jeder dritte Chef (35 Prozent). Hier sollten Sie sofort prüfen, ob der Vertrag noch finanzamtsfest ist. Grund: Die Behörde darf die Pensionsrückstellung streichen, falls vereinbart ist, dass die Firma eine Zusage zum Teilwert abfinden kann. Das lässt sich aber bis zum 31. Dezember 2005 reparieren.
Abfindung zum Barwert statt Teilwert heißt die Lösung.

Ein Extra, das richtig Spaß macht, ist der Firmenwagen. Gut drei Viertel der befragten Chefs lassen ihre Limousine über die Firma laufen. Im Schnitt kosten die Autos – je nach Branche – bis zu 50.000 Euro. Besonders beliebt sind Mercedes E-Klasse (12 Prozent), BMW 5er-Reihe (10 Prozent), Audi A6 (9 Prozent).

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 128, nachlesen.

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