Diverses Was tun bei Parkplatznot?

Was tun bei Parkplatznot?

Was tun bei Parkplatznot?

Parkplätze in der Innenstadt sind rar. Die verkehrsberuhigte Zonen stopfen in vielen Städten auch die letzten freien Lücken. Was Unternehmer tun können, wenn der Parkraum knapp wird, lesen Sie hier.

Parkplätze in Ballungsräumen waren schon immer knapp, doch die zunehmende Verkehrsberuhigung stopft jetzt in vielen Städten auch noch die letzte Parklücke. Gerade für Unternehmer eine bittere Pille. Fehlen Stellplätze in Laden- oder Büronähe bröckelt oft der Umsatz weg. Der Gang zum Gericht hat wenig Aussicht auf Erfolg, denn ein Anspruch auf den Parkplatz vor der Ladentür besteht nicht. impulse.de hat daher für Sie zusammengestellt, was Sie sonst noch tun können, wenn der Parkraum allzu knapp wird.

Sichern Sie Ihren Lieferverkehr

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Wird die Zufahrt zu Ihrem Unternehmen in eine Fußgängerzone umgewandelt, sollten Sie zunächst prüfen, ob Anlieger- und Lieferverkehr weiterhin die Straße benutzen darf. Meist ist dies zu bestimmten Zeiten – etwa von sechs bis neun Uhr morgens – erlaubt.

Beantragen Sie eine Ausnahmegenehmigung

Sollte jeder Zugangsverkehr verboten sein, haben Sie und Ihre Lieferanten dennoch einen Anspruch auf eine Zufahrtsberechtigung, die auch die Erlaubnis zum Be- und Entladen enthält. Beantragen können Sie die Ausnahmegenehmigung beim Straßenverkehrsamt, in manchen Kommunen auch beim Ordnungsamt oder dem so genannten Amt für Verkehrsmanagement. Denken Sie daran, die Genehmigung rechtzeitig zu beantragen, da Sie mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit rechnen müssen.

Anlieger-Parkausweis

Stimmen – wie das etwa bei Freiberuflern häufig der Fall ist – gewerbliche und gemeldete Adresse überein, besteht die Möglichkeit beim zuständigen Ordnungsamt einen Anlieger-Parkausweis zu beantragen. Mit diesem können Sie Ihr Fahrzeug in den ausgewiesenen Parkzonen über die angegebene Höchstparkdauer hinaus abstellen. Kostenpunkt: ab 20 Euro pro Jahr.

Sondergenehmigungen

In einigen Städten besteht für Handwerker, andere Dienstleister und Berufsgruppen wie Anwälte oder Ärzte die Möglichkeit einer Sondergenehmigung (manchmal auch Dauerausnahmegenehmigung genannt). Erfüllen Sie die Voraussetzungen – beispielsweise dass Sie Ihr Auto am Einsatzort benötigen und die Einsatzdauer ein Abstellen an Parkuhren et cetera nicht erlaubt – erteilt Ihnen das Ordnungsamt eine pauschale Genehmigung. Mit dieser können Sie Ihren Wagen dann auch im eingeschränkten Halteverbot oder auf Anwohnerparkplätzen abstellen. Achtung: Die Erteilung einer solchen Sondergenehmigung ist langwierig und nicht ganz billig. Mit ein paar Monaten Wartefrist sowie rund 300 Euro pro Jahr müssen Sie mindestens rechnen.

Billige Parkalternativen organisieren

Haben Sie alle Sondergenehmigungen und Extra-Ausweise ausgeschöpft und benötigen Sie immer noch Parkraum, fragen Sie in den umliegenden Wohn- und Bürohäusern mit Tiefgaragen oder Stellplätzen nach. Meist sind diese Parkflächen billiger als Plätze in umliegenden Parkhäusern. Steht Ihnen nur diese Alternative offen, können Sie unter www.parkinfo.com ein Parkhaus in Ihrer Nähe aufspüren. Preise, Konditionen und Bilder liefert die Seite mit. Versuchen Sie dennoch, mit dem Parkhausbetreiber zu handeln. Vor allem wenn Sie mehrere Stellflächen anmieten, kommen Ihnen die Betreiber in der Regel im Preis entgegen.

Suchen Sie sich Verbündete

Befürchten Sie durch geplante Verkehrsberuhigungen Nachteile für Ihr Unternehmen, sollten Sie schon im Vorfeld versuchen, die städtische Verkehrsplanung nach Ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Hier gilt das Motto: „Gemeinsam sind Sie stark“. Wenden Sie sich daher an Organisationen wie die Industrie- und Handelskammer oder den Einzelhandelsverband Ihrer Stadt, da diese die Interessen der betroffenen Gewerbetreibenden besser bündeln und durchsetzen können.

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