Diverses Was tun, wenn das Geld knapp wird

Was tun, wenn das Geld knapp wird

Was tun, wenn das Geld knapp wird

In Krisenzeiten stapeln sich oft nach kurzer Zeit die unbezahlten Rechnungen. Verschärft sich die finanzielle Situation, verwandeln sich die Zahlungsaufforderungen schnell in Mahnbescheide. Wie Sie sich in solchen Fällen verhalten sollten.

Eine Forderung kommt selten allein. Stecken Unternehmen in der Klemme, stapeln sich oft nach kurzer Zeit die unbezahlten Rechnungen. Verschärft sich die finanzielle Situation, verwandeln sich die Zahlungsaufforderungen schnell in Mahnbescheide. Wir haben für Sie zusammengestellt, wie Sie sich in solchen Fällen verhalten sollten.

Flattert Ihnen ein Mahnbescheid ins Haus, sollten Sie zunächst prüfen, ob die Forderung berechtigt ist. Achten Sie dabei auch auf die Höhe der Hauptforderung, die Zinsen und die Nebenkosten.

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Ist die Forderung unberechtigt oder zu hoch, legen Sie innerhalb
von zwei Wochen nach Zustellung Widerspruch ein. Das entsprechende Formular liegt dem Mahnbescheid bei. Achtung: Maßgeblich für den fristgerechten Widerspruch ist das Datum auf dem blauen Zustellungsumschlag. Auch beim Postamt niedergelegte Schriftstücke gelten mit dem Datum der Niederlegung als rechtskräftig zugestellt. Wenn Sie die Widerspruchsmöglichkeit nicht nutzen, akzeptieren Sie den Mahnbescheid in der vorliegenden Form.

Wenn Sie einen Vollstreckungsbescheid erhalten, prüfen Sie diesen in der gleichen Weise. Sollten Sie Einwände haben, müssen Sie Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid einlegen, sonst akzeptieren Sie die Forderung in der ausgewiesenen Höhe und Art und haben kaum noch Möglichkeiten, dagegen
vorzugehen.

Trotz eines Einspruchs können Gläubiger in diesem Verfahrensschritt gegen Sie Zwangsvollstreckungsmaßnahmen (Pfändungen) einleiten. Hier bleibt Ihnen nur ein Antrag beim zuständigen Gericht auf einstweilige Einstellung der Vollstreckung. Das Gericht wird Sie dann auffordern, eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen und dann die Vollstreckung aussetzen. Wenn Sie zu dieser Zahlung nicht in der Lage sind, müssen Sie dies den Richtern darlegen.

Schuldanerkenntnisse und Abtretungen

Mitunter fordern Gläubiger ein Schuldanerkenntnis. Prüfen Sie sehr genau, was Sie auf der Urkunde unterzeichnen sollen. Schriftstücke mit zu hohen Zinsen, Kosten oder einer zu hohen Hauptforderung sollten Sie in keinem Fall unterschreiben. Müssen Sie auch nicht, denn ein rechtlicher Anspruch seitens der Gläubiger auf ein Schuldanerkenntnis besteht nicht. Ein Vorteil von Schuldanerkenntnissen: Sie sind in der Regel billiger als ein Mahnbescheid und werden nicht den Auskunfteien (Schufa, Creditreform et cetera) gemeldet.

Eine Abtretung Ihrer pfändbaren Bezüge („Hiermit trete ich die pfändbaren
Anteile meines Einkommens, meiner Sozialleistungen, meines Krankengeldes
etc. an Gläubiger xyz ab…“) sollten Sie selbst im Rahmen eines Schuldanerkenntnisses nicht unterschreiben. Eine Abtretung kann bei der derzeitigen Rechtsprechung eine Bedrohung für Ihr Existenzminimum sein. Merken Sie sich, auch wenn die Gläubiger auf der Abtretung beharren sollten, einen Rechtsanspruch haben sie nicht.

Besuch vom Gerichtsvollzieher

Kommt der Gerichtsvollzieher ins Haus, verfallen Sie nicht in Panik.
Sie haben, wenn es Ihnen – aus welchen Gründen auch immer – zu diesem
Zeitpunkt nicht passt, rechtlich einmal die Möglichkeit, den Gerichtsvollzieher
nicht in Ihre Wohnung oder Ihre Geschäftsräume zu lassen. Beim zweiten Mal müssen Sie ihn einlassen, sonst kann er die Räume öffnen lassen oder sich mit Hilfe der Polizei Zutritt verschaffen. Fragen des Gerichtsvollziehers zu Ihrem Konto oder Ihren Einkommensquellen müssen Sie allerdings nicht beantworten.

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