Diverses Wechsel-Gewinne

Wer die Firma neu aufstellt, kann die Werte von Immobilien, Maschinen oder Vorräten aufpolieren - und Steuer sparend abschreiben.

Der Münchner Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Hans Kilger zeigt den Finanzämtern, was beim Umbau einer Personengesellschaft (KG, OHG) in eine GmbH alles möglich ist. Weil es seinem Mandanten gut ins Konzept passte, schrieb er der neuen GmbH einfach ein höheres Vermögen in die Bilanz – durch Auflösen stiller Reserven in der alten Firma. Das Finanzamt sperrte sich, doch der Bundesfinanzhof gab dem Unternehmer und seinem Berater Recht (Aktenzeichen I R 38/04).

„Ein feines Urteil“, lobt Steuer­beraterin Carola Seifried von Rödl & Partner in Nürnberg. Vor allem für Unternehmer, die Verluste aus früheren Jahren mit sich herumschleppen. Denn sie profitieren gleich doppelt. Zunächst können sie aus roten Zahlen kurzerhand schwarze machen – einfach per Wechsel in eine GmbH. Verluste und stille Reserven werden dabei steuerfrei verrechnet. Zudem sind etwa Immobilien, Maschinen und Anlagen dann auf dem Papier mehr wert als in der alten Firma. Höhere Bilanzwerte bedeuten aber erheblich höhere Abschreibungsbeträge. Und damit lassen sich Gewinn und Steuern der künftigen Geschäftsjahre trefflich drücken.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2006, Seite 112, nachlesen.

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