Diverses Weg frei für Rosenthal-Verkauf

Mit dem Traditionsunternehmen ringt eine der bekanntesten Firmen ums Überleben. Jetzt ist der Insolvenzverwalter einen großen Schritt beim Verkauf weitergekommen. Den Zuschlag bekommt wohl ein italienisches Unternehmen.

Der Insolvenzverwalter des zahlungsunfähigen Porzellanherstellers Rosenthal verstärkt den Druck auf die Bieter. Nach einer Einigung mit dem Hauptgläubiger Bank of America über die Details eines Verkaufs und die Freigabe der Markenrechte müssten die Interessenten den Vertrag nun besiegeln, teilte Insolvenzverwalter Volker Böhm am Dienstag mit. „Der Kaufvertrag ist unterschriftsreif.“ Die Frist dafür sei bis Ende Juli verlängert worden. „Dann muss allerdings der Kaufpreis bezahlt sein.“

Offenbar hat der italienische Hauptinteressent Sambonet Paderno Mühe, das Geld für die Übernahme aufzutreiben. „Sobald die Finanzierung steht, können wir abschließen“, drängte Böhm. Voraussetzung sei jedoch, dass Sambonet bald eine Einigung mit den Banken erreiche. Die Beteiligten bewegten sich aber aufeinander zu.

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Insgesamt verhandele er mit vier Interessenten. Die Gespräche mit Sambonet seien am weitesten. „Kommt eine Einigung zwischen Sambonet und den Banken nicht bis Ende Juli zustande, muss der Insolvenzverwalter die Bank of America auszahlen, da diese die Rosenthal-Markenrechte als Sicherheit hält“, warnte Böhm. Er plane aber selbst dann noch, Rosenthal bis zur Einigung mit einem anderen Interessenten fortzuführen.

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