Diverses Weitere Asse im Steuerpoker

Ordentliche Erträge kassieren und nur geringe Steuern dafür zahlen: Modelle für Unternehmerfamilien.

Seitdem Schwarz-Rot die Sparerfreibeträge praktisch halbiert hat, suchen Anleger nach Alternativen zu reinen Zinspapieren. Und sie spannen die ganze Familie zum Steuern sparen ein. impulse stellt vier Modelle vor.

Auf Aktien setzen

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Zumindest bis zum Ende des Jahres 2008 bleiben Kursgewinne von Aktien steuerfrei – wenn die Anleger die Papiere mindestens ein Jahr halten. Da waren im letzten Jahr Renditen von mehr als 80 Prozent drin. Ohne jegliche Steuerlast. Hinzu kamen oft noch ansehnliche Dividenden. Die kosten derzeit nur zur Hälfte Steuern.

Kursgewinne im Dax 2006

Thyssen Krupp + 89 Prozent

Volkswagen + 86 Prozent

Deutsche Börse + 63 Prozent

Klassiker Lebensversicherung

Mit Kapitallebensversicherungen sind im Schnitt Verzinsungen von vier bis fünf Prozent möglich. Die kosten erst einmal keine Steuer. Erst bei Ablauf der Versicherung wird der Unterschied zwischen Zahlung der Assekuranz und den geleisteten Beiträgen steuerpflichtig. Wer zwölf Jahre gespart hat und zum Zeitpunkt des Geldsegens bereits das 60. Lebensjahr vollendet hat, zahlt nur auf die Hälfte des Gewinns Steuern.

Raus aufs Meer

Bei geschlossenen Schiffsfonds profitieren Anleger von einer Besonderheit des Steuerrechts: der so genannten Tonnagebesteuerung. Die Schiffseigner – und damit die Fondsanleger – zahlen Steuer auf einen pauschal unterstellten Gewinn (je nach Größe des Kahns). Der tatsächliche Ertrag interessiert das Finanzamt nicht. Im Schnitt bleiben so 90 bis 95 Prozent der Gewinne steuerfrei. Anleger können sich an Fonds beteiligen, die nur auf ein Schiff setzen, auf Flottenfonds oder auch auf Zweitfonds. Bei allen Arten prognostizieren die Initiatoren Ausschüttungen zwischen vier und zehn Prozent in den nächsten Jahren. Beispiele:

Schiffsportfolio I, Zweitmarktfonds von Nordcapital, Hamburg, Einstieg ab 15000 Euro plus fünf Prozent Agio.

SAG Westfalen, Beteiligung an einem Containerschiff der Dortmunder Salamon AG. Die Mindestbeteiligung beträgt 10000 Euro plus fünf Prozent Agio.

HT – Flottenfonds IV. Anleger beteiligen sich mit mindestens 20000 Euro plus fünf Prozent Agio an insgesamt drei Schiffen. Initiator ist die Hamburger Hansa Treuhand.

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