Diverses Welche Extras sich rechnen

Klimaautomatik, Navigationssystem, Ledersitze und Einparkhilfe – je mehr Sonderausstattung im Fahrzeug, desto besser? Nicht unbedingt. Soll der Dienstwagen am Ende der Laufzeit weiter verkauft werden, zeigt sich, ob die Zusatzausstattung dann immer noch ihr Geld wert ist.

Das kann sich lohnen: Je höher der erwartete Restwert eines Modells, um so niedriger ist die Monatsrate. Experten schätzen: Eine Erhöhung des Restwerts um einen Prozentpunkt senkt die monatliche Zahlung um etwa acht Euro.

Grundsätzlich gilt: Die Extras müssen angemessen und funktional sein – und zur Fahrzeugklasse passen. Ein Kleinwagen mit Luxus-Soundsystem oder Ledersitzen ist hinterher schlechter zu verkaufen – in Autos der S-Klasse gehören solche Extras zum Standard.

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Wertvoll:

Navigationsgerät: Im Dienstwagen gehört der automatische Routenratgeber fast schon zum Basispaket. Sie wirkt sich voll auf den Restwert aus.

Xenon-Scheinwerfer: Die hellen Gas-Lichter erhöhen Fahrkomfort und vor allem Sicherheit – als Extra erhöhen sie den Restwert.

Klimaanlage: In vielen Autos ist die Klimaautomatik im Serienumfang enthalten. Falls nicht, gehört sie zu den beliebtesten Sonderausstattungen Laut Eurotax-Schwacke erzielen Verkäufer bei einem VW Golf nach zwei Jahren Laufzeit und einer durchschnittlichen Laufleistung von 30.000 Kilometern mit Klimaautomatik bis zu 800 Euro mehr.

Angemessener Motor: Die Motorleistung muss stimmen, um in kritischen Situationen noch Reserven zu haben – und sogar aus finanziellen Gründen: Bei eingeschalteter Klimaautomatik kann der Spritverbrauch bei Autos mit weniger als 60 PS wesentlich höher sein als bei besser motorisierten Fahrzeugen.

Komfortausstattung: In Fahrzeugen der oberen Mittelklasse und Oberklasse ist ein gewisser Standard Pflicht: Dazu gehören die Lederausstattung, Metallic-Lackierung und Einparkhilfe.

Wertlos:

Luxusausstattung: Zuviel Luxus zahlt sich am Ende nicht aus: Beheizte Sitze und beheizte Frontscheibe oder Spielereien wie der transparente Dachhimmel werden auf dem Gebrauchtwagenmarkt nicht honoriert.

CD-Radio: Ein Radio gehört heute zum Auto wie Scheibenwischer und Nebelschlussleuchte. Hat es einen CD-Player, bringt das aber keinen höheren Restwert.

Geteilte Rücksitzbänke: Auch dieses Extra nehmen Gebrauchtwagenkäfer gerne mit, zahlen aber nicht mehr dafür.

Zuviel des Guten: Extrem hoch motorisierte Fahrzeuge verkaufen sich erfahrungsgemäß schlecht. Schwierig sind auch ungewöhnliche Kombinationen: Wie der VW Polo mit Lederausstattung und Xenon-Licht, weil solche Luxus-Ausstattungen in der Klasse nicht gefragt sind.

Lifestyle-Farben: Gebrauchtwagenkäufer orientieren sich an den gängigen Farben, die im Straßenbild vorherrschen – und somit an den Lieblingsfarben der Neuwagenkäufer . Vorsicht also bei exotischen Tönen. Grundsätzlich gilt: Während Kleinwagen ruhig bunter sein dürfen, sind bei den größeren Fahrzeugen gedeckte Farben ein Muss. Je nach Modell mindert eine unattraktive oder unpassende Farbe den Wert um fünf bis acht Prozent.

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