Diverses Weniger an den Staat zahlen

Sparguthaben steuerfrei vererben, GmbH-Verluste voll absetzen und bei verzögertem Vertragsabschluss satte Extravergütungen einstreichen - impulse.de gibt drei Tipps, die bares Geld wert sind.

GmbH-Verluste: Voller Triumph

Ausschreibungen: Nachschlag

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Steuertipp des Monats: Geldvermögen steuerfrei schenken

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Gmbh-Verluste: Voller Triumph

Johanna Fromm bekommt eine Steuererstattung von rund 25.000 Euro. Dafür hat sie bis zum Bundesfinanzhof gestritten (Az.: IX R 42/08). Die Unternehmerin kann Verluste aus ihrer Beteiligung an einer fremden GmbH voll mit anderen Einkünften verrechnen. Ein Sieg für alle, die mit einem Engagement bei einer GmbH Schiffbruch erlitten haben. Die konnten bislang ihre Totalverluste nur zur Hälfte abziehen. Eine Folge des Halbeinkünfteverfahrens, das bis 2007 galt: GmbHs zahlten für Gewinne 25 Prozent Körperschaftsteuer, plus Gewerbesteuer. Unter dem Strich rund 40 Prozent. Erträge an die Gesellschafter kosteten bis 2008 jeweils nochmals Steuern nach dem halben persönlichen Steuersatz. Die Finanzämter folgerten: Wenn bei GmbH-Gesellschaftern der Gewinn nur zur Hälfte steuerpflichtig ist, dürfen auch Verluste nur zur Hälfte abgezogen werden. Bei Totalverlust funktioniert die Aufteilung negativer Erträge auf Firma und Gesellschafter aber nicht. „Anteilige Verluste der GmbH darf die Firma überhaupt nicht an ihre Anteilseigner weiterreichen“, erklärt Anwalt Rüdiger Fromm, der seine Frau vor Gericht vertrat. Bedeutet: Die roten Firmen-zahlen gehen mit der Pleite-GmbH unter. Nur den Verlust ihres Anteils selbst dürfen Gesellschafter mit anderen Einkünften verrechnen. Experte Fromm: „Und das nicht nur zur Hälfte, sondern jetzt voll.“

GmbH-Verluste: Voller Triumph

Ausschreibungen: Nachschlag

Steuertipp des Monats: Geldvermögen steuerfrei schenken

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Ausschreibungen: Nachschlag

Der Sieg einer Baufirma vor Gericht wird für viele öffentliche Auftraggeber teuer: Sie erhielt den endgültigen Zuschlag zum sechsspurigen Ausbau der A?1 bei Münster erst verzögert, nachdem die Vergabeklage eines Mitbieters verhandelt war. Die Firma hat Anspruch auf bis zu 1,3 Millionen Euro Extravergütung für zwischenzeitlich gestiegene Materialkosten, befand der Bundesgerichtshof: Denn die oft verwendete Vertragsklausel „Baubeginn spätestens zwölf Tage nach Zuschlag“ meine den Ursprungstermin in der Ausschreibung (Az.: VII ZR 152/08).

GmbH-Verluste: Voller Triumph

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Steuertipp des Monats: Geldvermögen steuerfrei schenken

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Steuertipp des Monats: Geldvermögen steuerfrei schenken

Ein bewährtes Sparmodell bekommt durch die Reform der Erbschaftsteuer neuen Schwung. Wer Privatvermögen in eine nur dafür installierte GmbH & Co. KG einbringt, profitiert von Vor­teilen, die zunächst nur für Betriebsvermögen gedacht waren. Bis Ende 2008 konnte man so private Immobilien vielfach steuerfrei an Kinder oder Enkel weiterreichen. Mit Grundvermögen funktioniert das Modell nicht mehr, dafür mit privatem Kapitalvermögen: Eltern bringen etwa Bargeld, Sparguthaben und Wertpapiere in eine Vermögensverwaltungsgesellschaft ein und reichen die Anteile daran an Kinder oder Enkel weiter. Da es sich jetzt um Betriebsvermögen handelt, zahlt die ­Familie für 85 Prozent des Vermögens keine Schenkung- oder Erbschaftsteuer. Für den Rest gibt es eine abschmelzende Freigrenze in Höhe von 150.000 Euro sowie Freibe­träge. So etwa für jedes Kind alle zehn Jahre 400.000 Euro. Zwei Voraussetzungen gibt es: Der Betrieb wird sieben Jahre fortgeführt, und das sogenannte Verwaltungsvermögen der Firma beträgt höchsten 50 Prozent des Unternehmenswerts. Falls nicht, ist alles steuerpflichtig. Zum Verwaltungsvermögen gehören etwa vermietete Immobilien, Aktien, Anleihen, Kunstwerke. Hier gibt es Gestaltungsspielraum: Legen die Eltern einerseits hohe Geldbeträge in die GmbH & Co. KG ein und andererseits vermietete Immobilien oder Wertpapiere, haben sie die Steuervorteile sicher, wenn das Geldvermögen mehr als 50 Prozent des Gesamtvermögens beträgt. Geldvermögen ist kein steuerschädliches Verwaltungsvermögen. Wenn Kinder oder Enkel ihre Anteile binnen sieben Jahren nicht verkaufen, bleiben auch große Schenkungen steuerfrei. Die GmbH & Co. KG ist ins ­Register einzutragen, bevor Anteile in der Familie übertragen werden. Außerdem sind die GmbH-Anteile ebenfalls weiterzureichen.

Vorteilsrechnung

Ein Vater will seiner Tochter 1,9 Millionen Euro schenken. Davon eine Million Euro Geldvermögen (53 Prozent) sowie 900.000 Euro in Anleihen (47 Prozent). Er kann Steuern sparen, wenn er das Vermögen nicht direkt, sondern über eine GmbH & Co. KG weitergibt.

Schenkung direkt
Geld 1.000.000
Wertpapiere 900.000
Zusammen 1.900.000
Freibetrag 400.000
Zu versteuern 1.500.000
Steuer (19%) 285.000
Schenkung über GmbH & Co. KG
Steuerfrei (85%) 1.615.000
Steuerpflichtig (15%) 285.000
Freigrenze 82.500
Ergibt 202.500
Freibetrag 400.000
Zu versteuern
Steuer
Gespart 285.000

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