Diverses „Wenn die Schauspieler mal einen freien …“

Roter Faden? Fehlanzeige. Figuren? Nebensache. Stringente Handlung? Eigentlich auch nicht. Kultdramatiker René Pollesch setzt seine Gedankenwelt konsequent fort - und holt für seine neuen Inszenierung TV-Entertainer Harald Schmidt auf die Bühne.

Am Stuttgarter Staatstheater wurde „Wenn die Schauspieler mal einen freien Abend haben wollen, übernimmt Hedley Lamarr“ uraufgeführt. Mit TV-Entertainer Harald Schmidt – was das Stück aber keineswegs durchschaubarer macht.

Im Pollesch-typischen Textgewirr müssen sich die Zuschauer am Ende selbst zurechtfinden. Viel Applaus gab es dennoch. Surreal ist es, verwirrend, grotesk, absurd. Schmidt scheint sich darin wohlzufühlen und nimmt sich als Professor Trottelreiner bewusst zurück, reiht sich wohltuend in das Pollesch-erprobte Team ein.

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Und was genau hat dieser Hedley Lamarr damit zu tun, der einem Ensemble folgenden Vorschlag machte: Sollten sie einmal, in dem egoistischen Theaterbetrieb, in dem sie steckten, alle einen freien Tag haben wollen, würde er diesen Abend übernehmen. Keine Frage: Das Stück lädt zu leidenschaftlichen Interpretationen ein.

Wenn die Schauspieler mal einen freien …

Ort Schauspielhaus Stuttgart

Regie René Pollesch

Darsteller Silja Bächli, Christian Brey, Florian von Manteuffel, Hanna Scheibe, Harald Schmidt, Lilly Marie Tschörtner

impulse-Bewertung: 4 von 5 Punkten

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