Diverses Wenn Hitze die Kupplung kalt lässt

Die Kupplung - Generationen von Fahrschülern haben mit ihr gekämpft ("gaaanz langsam kommen lassen"). Und Generationen von Ingenieuren haben sich mit ihr beschäftigt. impulse zeigt, welcher Forschritt in ihr steckt.

Kaum waren die
ersten Autos auf der Straße,
gab es Versuche, die Motorkraft
besser auf das Getriebe
zu übertragen. Den Standard
setzte Daimler 1889 mit einem
Kegel, der in eine Vertiefung
im Schwungrad gepresst
und zum Schalten herausgezogen
wurde. Der Bezug
des Kegels war aus Leder.

Heute sind Kupplungsscheiben
üblich. Allerdings: Pressen
zwei Scheiben bei rasanter
Drehzahl aufeinander,
entsteht so viel
Hitze, dass bis in die
80er-Jahre Materialien,
die Asbest enthielten,
als Belag dienten.

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Heute
werden meist
Mischungen auf Kautschukbasis
genutzt. Bis
2003 enthielten die aber
noch Blei. Bei sehr hohen
Belastungen
gehen jedoch
auch solche Beläge kaputt.
Keramik könnte eine Alternative
sein, galt aber bisher
als zu anspruchsvoll für den
Massenmarkt.

Am Institut für Produktentwicklung
des Karlsruher
Instituts für Technologie KIT,
das gerade aus der Uni Karlsruhe
ausgegliedert wurde,
haben Wissenschaftler aus
verschiedenen Forschungsbereichen
in zehnjähriger
Arbeit keramische Stoffe
entwickelt und neue
Kupplungsscheiben konstruiert.

Karlsruher suchen Kontakt zu Herstellern

Diese sind mit
Keramikklötzchen besetzt,
zwischen denen die
Hitze besser entweichen
kann. Der Zulieferer ZF
Sachs, der jährlich elf Millionen
Kupplungen herstellt,
sieht einen großen Markt. Entsprechend
optimistisch sind
die Karlsruher und suchen
Kontakt zu Herstellern, die
dann die Grundlagenforschung
bis zur Serienreife weitertreiben.

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