Diverses Wer sich bindet, wird belohnt

Mitarbeiter binden durch eine gute Altersvorsorge - auf diese Strategie setzt die Steuerkanzlei Blum & Steuer, die in Sankt Sebastian bei Koblenz 11 und im westsächsischen Zwickau 13 Mitarbeiter beschäftigt. Wer dem Unternehmen treu bleibt, Unternehmen sind, fördert der Arbeitgeber ihre Altersvorsorge mit unterschiedlich hohen Zuzahlungen.

Betriebszugehörigkeit wird im Steuerbüro Blum & Steuer belohnt: Wer länger als drei Jahre im Unternehmen ist, bekommt seit 2002 monatlich einen Zuschuss von 50 Euro für die Altersvorsorge. Ab sechs Jahren verdoppelt sich der Betrag auf 100 Euro im Monat. Und wer sogar zehn Jahre oder länger dem Unternehmen treu bleibt, der bekommt vom Arbeitgeber 150 Euro monatlich zugezahlt.

„Das ist in unserer Branche noch nicht Standard“, sagt Blum. „Wir bieten es an, weil wir unsere Mitarbeiter möglichst lange bei uns behalten wollen.“ Zwar zahlten andere Firmen eine Lohnerhöhung. „Doch davon muss der Mitarbeiter einen Teil versteuern, während unsere Zuzahlung brutto für netto zur Seite gelegt wird. Darüber hinaus können unsere Angestellten natürlich auch Lohnbestandteile umwandeln lassen in Altersvorsorge“, sagt Klaus Blum. Diese Teile werden zunächst auch nicht versteuert, sondern erst später, und dann mit einem voraussichtlich niedrigeren Steuersatz. Der Arbeitnehmer profitiert bei Blum & Steuer also doppelt. Doch auch das Unternehmen hat von der betrieblichen Altersvorsorge einen Vorteil: Für die vom Mitarbeiter zurückgelegten Lohnbestandteile im Sinne der Entgeltumwandlung müssen keine sozialversicherungspflichtigen Beiträge gezahlt werden.

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Am Anfang ein hoher Aufwand

Zu Beginn war die Einführung des Systems aufwändig. Doch jetzt hält sich der Verwaltungsaufwand in Grenzen. „Wir werden eigentlich nur noch gefordert, wenn es Umstellungen gibt, also zum Beispiel, wenn jemand eine Zuzahlungserhöhung bekommt, weil er durch die Dauer seiner Zugehörigkeit in eine andere Stufe der Förderung kommt.“ Später, wenn die Betriebsrenten ausgezahlt werden müssen, fällt bei Blum & Steuer gar keine Arbeit mehr an, denn die Verwaltungsarbeit hat das Unternehmen an den Kooperationspartner aus der Versicherungswirtschaft abgegeben.

Gesetzliche Rente ist nur Grundsicherung

„Uns ist es wichtig, die Eigeninitiative der Arbeitnehmer zu fördern“, sagt Blum. „Denn die gesetzliche Rente ist in Zukunft nicht mehr als eine Grundsicherung.“ Darum sei es wichtig, eine betriebliche Form der Altersvorsorge anzubieten. Das Angebot kommt bei der Belegschaft gut an. Sowohl in Sankt Sebastian als auch in Zwickau nutzen alle Angestellten, die Anspruch auf das Angebot haben, die betriebliche Altersvorsorge.

Trotzdem: Auch privat müssten die Arbeitnehmer Geld zurücklegen, so Blum. Denn mit der gesetzlichen Rente und der betrieblichen Altersvorsorge allein sei es noch nicht getan. „Wir alle müssen zusätzlich vorsorgen – beispielsweise auch durch Wohneigentum“, so Blum, der selbst Hauseigentümer ist. „Schließlich muss man dann im Alter keine Miete mehr zahlen. Und außerdem lässt sich die Riesterrente jetzt auch für den Kauf von Wohneigentum einsetzen.“

Blum profitiert außerdem in der Zukunft von einer betrieblichen Altersvorsorge, die sein ehemaliger Arbeitgeber vor seiner Selbstständigkeit für ihn abgeschlossen hatte. „Ich habe diese Lebensversicherungen übernommen und zahle dort selbst weiterhin regelmäßig ein.“ Außerdem hofft er darauf, dass er später einmal sein Unternehmen verkaufen können wird. „Aber darauf sollte man sich nicht verlassen“, so der Steuerexperte. „Denn wer weiß schon, was die Zukunft bringen wird.“

www.blum-steuer.de

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