Diverses Wetterfest und sonnenhungrig

Die Sonne lacht - und die Auswahl an Gartenmöbeln ist groß: Neben Liegen aus hochwertigen geflochtenen Materialien finden sich Sessel und Tische aus Edelhölzern. Die Hersteller beschränken sich dabei nicht nur auf einen Stil: Die Spanne reicht vom Retro-Design bis zu futuristischen Entwürfen. Der Trend zur individuellen Gestaltung setzt sich so auch im Garten fort.

„Bei Gartenmöbeln können wir nicht mehr von einem Einheitstrend sprechen“, sagt Markus Majerus, Sprecher der Internationalen Möbelmesse Köln. Insgesamt wachse das Interesse an Design – dieses Jahr liege der Werkstoff Holz besonders im Trend, gern in Kombination mit Metall, erläutert Ursula Geismann vom Verband der deutschen Möbelindustrie in Bad Honnef (Nordrhein-Westfalen).

Aus Teak und Stahl besteht beispielsweise die „Fontenay-Kollektion“ des Herstellers Garpa aus Escheburg bei Hamburg (s. Foto oben). Sie zeichnet sich durch eine romantische Linienführung aus. Neu im Programm ist der „Fontenay Deck Chair“. Dabei handelt es sich um ein variables Möbelstück: Das Fußteil kann abgenommen werden, wodurch die Liege zum Sessel wird.

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Die Rückenlehne lässt sich in vier Stufen verstellen. Das Gestell aus verzinktem, pulverbeschichtetem Stahl ist nach Angaben des Herstellers unempfindlich gegen Rost. Der Stuhl lässt sich mit einem Handgriff zusammenklappen und ist dann nur 15 Zentimeter breit. Passend dazu gibt es einen kleinen Beistelltisch.

Ebenfalls aus Teaklatten, aber etwas puristischer in der Form sind die Möbel aus der Serie „Balcony“ von Weishäupl aus Stephanskirchen (Bayern). Die Stühle und Tische sind außer in Teak natur auch in kräftigen Farben erhältlich, beispielsweise in Türkis, Weiß oder Marine. Der dazu passende Tisch wird mit zwei verschiedenen Oberflächen geliefert.

„In der Regel werden Möbel für den Außenbereich aus naturbelassenem, massivem Holz hergestellt“, erklärt Möbelexpertin Ursula Geismann. Ein Vorteil von massivem Holz bestehe darin, dass die Möbel abgeschliffen und mit Öl oder Wachs behandelt werden können. Kratzer und andere Beschädigungen lassen sich so einfach beseitigen.

Wer zeitgenössisch gestaltete Gartenmöbel den klassischen aus Holz und Metall vorzieht, hat die Wahl zwischen verschiedenen neuen Materialien. Die Liege „Leaf“ des Herstellers Dedon aus Lüneburg erinnert an ein Blatt. Die Liege ist in zwei unterschiedlichen Größen – als Einzel- oder Doppelbett – erhältlich und wird durch einen passenden Beistelltisch und Auflagen ergänzt. Am Kopfende ist ein Kissen eingearbeitet.

„Leaf“ gibt es in den Naturfarben „Seegras“ und „Java“, letzteres ist ein dunkles Braun. Das Geflecht der Liege besteht aus einem neuartigen Material, das natürlich aussieht, nach Angaben des Herstellers aber reißfest, wetterbeständig und UV-resistent ist. Der Rahmen wurde aus pulverbeschichtetem Aluminium hergestellt.

Auf den ersten Blick weniger ungewöhnlich ist der „Buga-Stuhl“. Der Clou liegt hier im Detail. Der Schaukelstuhl für den Außenbereich wurde anlässlich der Bundesgartenschau (Buga) 2005 von der Münchner Agentur gemeinsam mit den Veranstaltern entwickelt. Die orangefarbene Tuchbespannung des Stuhls ist wetterfest und hat während der Buga bereits einen Langzeittest bestanden. Der Rahmen besteht aus pulverbeschichtetem Stahl.

Auf Balkon und Terrasse müssen aber nicht zwangsläufig wetterbeständige Gartenmöbel stehen. „Auf meinem Balkon benutze ich eine Teakbank sowie einen Drahtsessel aus den fünfziger Jahren“, sagt Winfried Scheuer, Professor für Industriedesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. „Den stelle ich bei schlechtem Wetter einfach zurück in die Wohnung.“

(Quelle: dpa)

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