Diverses Wie sich Kaskoversicherte nach einem Unfall am besten verhalten

Wie sich Kaskoversicherte nach einem Unfall am besten verhalten

Wie sich Kaskoversicherte nach einem Unfall am besten verhalten

Eine Kaskoversicherung ist kein Blankoscheck. Wer beispielsweise grob fahrlässig eine rote Ampel übersieht und einen Unfall verursacht, muss damit rechnen, die Reparaturkosten selbst zu bezahlen. Worauf Sie achten sollten, um Ihren Versicherungsschutz nicht aufs Spiel zu setzen, lesen Sie hier.

Eine Kaskoversicherung ist kein Blankoscheck. Wer beispielsweise grob fahrlässig eine rote Ampel oder ein Stoppschild übersieht und so einen Unfall verursacht, muss damit rechnen, die Reparaturkosten selbst zu bezahlen. Die Versicherer berufen sich dabei auf das so genannte „Alles-oder-nichts-Prinzip“: Demnach muss ein Kaskoversicherer für den gesamten Schaden aufkommen, wenn sich der versicherte Autofahrer korrekt verhalten hat. Ließ er sich jedoch etwas zuschulden kommen, muss der Versicherer keinen Cent übernehmen.

Obwohl dieses „Alles-oder-nichts-Prinzip“ immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik steht, halten die meisten Versicherungsgesellschaften daran fest. Die Rechtssprechung haben sie dabei auf ihrer Seite. Lediglich einzelne Anbieter scheren aus und verzichten zu weiten Teilen auf den so genannten „Einwand der groben Fahrlässigkeit“.

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Nicht nur grob fahrlässiges Verhalten kann den Versicherungsschutz gefährden. Wer nach einem Unfall sicher gehen will, dass der Versicherer zahlt, sollte sich auch an folgende Regeln halten:

Der Versicherte muss den Schaden nach einem Unfall möglichst klein halten und zur Aufklärung des Unfallhergangs beitragen.

Wer nicht vorhat, einen Schaden polizeilich zu melden, sollte dies mit seiner Versicherung absprechen.

Der Fahrer muss den Schaden seiner Versicherung innerhalb von einer Woche schriftlich melden.

Er muss hierfür eine schriftliche Schadensmeldung erstellen. Das Formular erhält er bei seiner Versicherung. Wer falsche Angaben macht, riskiert seinen Versicherungsschutz.

Der Kunde muss die Weisung seiner Versicherung abwarten, bevor er das Auto verkauft oder es reparieren oder verschrotten lässt.

Besonders ärgerlich ist der Totalschaden eines neuen Autos. Dies bedeutet nämlich fast immer einen hohen Wertverlust. Der „Wiederbeschaffungswert“, den die Gesellschaften in diesen Fällen ausbezahlen, liegt in der Regel deutlich unter dem Kaufpreis. Inzwischen gibt es aber auch Gesellschaften, die in diesen Fällen bis zu einem oder sogar bis zu zwei Jahren nach Erstzulassung für den Neupreis des Autos aufkommen.

Wer einen solchen Vertrag hat, sollte sich überlegen, ob er auch einen unverschuldeten Unfall nicht lieber seinem Kaskoversicherer meldet als der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners. Die gegnerische Haftpflichtversicherung kommt in der Regel nämlich nur für den Wiederbeschaffungspreis oder die Reparaturkosten auf. Das Unfallopfer wird dann zwar in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft, aber unter dem Strich kann sich das dennoch lohnen.

Kaskoversicherte können sich nach einem Unfall entscheiden, ob sie den Wagen auf Kosten der Versicherung reparieren lassen möchten oder ob sie eine Entschädigung in bar vorziehen. Bei der zweiten Variante handelt es sich um die so genannte „fiktive Abrechnung“. Für den Kunden beinhaltet sie ein gewisses Risiko, da die in einem Gutachten ermittelte Entschädigungssumme nicht unbedingt richtig sein muss. Stellt ein Kunde später fest, dass das Geld für eine Reparatur nicht ausreicht, bleibt er auf den zusätzlichen Kosten sitzen.

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