Diverses „Wir haben eine soziale Verantwortung“

Die Leicht Küchen AG in Schwaben bietet seinen Mitarbeitern mehrere Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge - mit Erfolg: Zwei Drittel der Mitarbeiter sorgen bereits vor. Und auch das 500 Mann starke Unternehmen selbst profitiert davon.

Rund 500 Mitarbeiter hat der schwäbische Küchenhersteller Leicht in Waldstetten. Und eine 80-jährige Unternehmensgeschichte. Bereits 1928 gründeten die beiden Brüder Alois und Josef Leicht mitten in der Weltwirtschaftskrise einen Handwerksbetrieb für Möbel – mit Erfolg. Heute sitzt zwar kein Leicht mehr im Vorstand, aber die Küchen werden unter diesem Namen weltweit verkauft. Und Leicht ist der größte Arbeitgeber der Gemeinde im Schwabenland.

„Das verpflichtet uns einerseits“, sagt Ralph Glorim, Vorstand für Personal und Finanzen. „Andererseits übernehmen wir unsere soziale Verantwortung gerne“. Darum bietet der Küchenhersteller seinen Mitarbeitern nicht nur verschiedene Modelle der betrieblichen Altersvorsorge an, sondern fördert sie auch noch mit jeweils zehn Prozent. „Wir sind ein junges Team“, sagt Glorim. „Wir wissen, dass wir nicht mehr alleine auf die gesetzliche Rente bauen können. Und das gilt auch für viele unserer Mitarbeiter.“

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Zur Auswahl bei Leicht: drei Modelle zur Altersvorsorge

Um einen möglichst großen Teil der Belegschaft zu erreichen, bietet Leicht Küchen eine Direktversicherung in Verbindung mit einem Wertsicherungsfonds an. Durch ein Fondsmanagement wird das Vertragsguthaben jeden Monat geprüft und eventuell umgeschichtet – und so eine maximale Rendite erzielt. Als Alternative bietet Leicht die Pensionskasse mit einer reinen Investmentstrategie an: Dabei können höhere Erträge erzielt werden – allerdings sind sie auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Für die leitenden Angestellten und die Vorstände existiert außerdem noch eine dritte Möglichkeit der Vorsorge: die Unterstützungskasse. Hier ist die Beitragshöhe nach oben nicht begrenzt, und die Mitarbeiter können über diese Vorsorgemöglichkeit ihre Rentenlücke besser schließen. Das ist vor allem für die Vorstände wichtig, denn sie sind nicht sozialversicherungspflichtig. Ihre Rentenlücke fällt im Alter daher größer aus, und sie müssen dementsprechend mehr zurücklegen.

60 Prozent der Mitarbeiter sorgen vor – dank guter Beratung

Im Frühjahr 2007 standen bei Leicht umfassende Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungsgespräche zum Thema Altersvorsorge auf dem Programm: Vorsorge-Experten haben den Mitarbeitern danei mit Brutto-Netto-Vergleichen verdeutlicht, was ihnen die betriebliche Altersvorsorge bringt. Seither ist der vorsorgende Anteil der Belegschaft von etwa 20 auf gut 60 Prozent angewachsen. „Wir hoffen, dass wir noch einige Mitarbeiter mehr für das System gewinnen, wenn wir ab 2009 anbieten, die Vermögenswirksamen Leistungen direkt in die betrieblichen Altersvorsorgemöglichkeiten einzahlen zu lassen“, sagt Glorim.

Für die Personalabteilung von Leicht bedeutete dieses Engagement zu Beginn viel Arbeit. Schließlich mussten die verschiedenen Konten eingerichtet und die Mitarbeiter informiert werden. Doch langfristig gesehen lohnt sich der Aufwand: „Betriebliche Altersvorsorge zu ermöglichen, die über das hinausgeht, was der Gesetzgeber anordnet, ist für uns auch ein Stück Imagepflege“, sagt Glorim. Überdies geht es bei diesem Thema natürlich auch um Mitarbeiterbindung.

Finanziell profitieren will der Arbeitgeber übrigens von diesen Modellen nicht: Zwar geht dabei die Einzahlung vom Brutto-Einkommen ab. Der Arbeitgeber muss somit für einen geringeren Betrag Sozialabgaben zahlen – und spart damit. Aber: „Was wir hier einsparen, geben wir zur Hälfte als Zuschuss an die vorsorgenden Mitarbeiter, die unter der Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung liegen, ab. Mit der zweiten Hälfte finanzieren wir die Fehlzeiten, die durch die Informationsveranstaltungen entstehen“, erklärt Ralph Glorim.

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