Diverses WM schauen und Steuern sparen

Wer mit Geschäftsfreunden oder Mitarbeitern ins Stadion geht, darf die Kosten für die besten Plätze jetzt bei der Steuer absetzen. Wie der Dreh funktioniert.

Sie warten gespannt auf den
9. Dezember 2005: alle Unternehmer, die Geschäftsfreunde oder Mitarbeiter zum Besuch der Fußball-WM im nächsten Jahr einladen wollen. Denn dann lost das Organisationskomitee in der Leipziger Messehalle die Gruppenspiele der Endrunde aus (Final Draw). Sobald feststeht, welche Spiele an welchen Orten stattfinden, ist mit einem Run auf VIP-Logen oder Business-Seats zu rechnen – trotz deftiger Preise.

Dafür gibt es viele Gründe. Einer der wichtigsten: Wer Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter zum Fußball mitnimmt, kann den Fiskus jetzt an den Kosten beteiligen. Das hat Ex-Finanzminister Hans Eichel kurz vor Ende seiner Amtszeit per Erlass klargestellt (Aktenzeichen IV B 2 – S 2144 – 41/05). „Das soll nach der Intention im Bundesfinanzministerium generell gelten“, sagt Lutz Meyer, Steuerberater bei Deloitte & Touche in Düsseldorf, „also für WM, Bundesliga, Champions League.“

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Davon profitieren alle Firmenchefs, die Fußball der Spitzenklasse als Instrument zur Business-to-Business-Kommunikation nutzen. Zu ihnen gehört Achim Winter, Vorstands­chef und Mitinhaber der CCR Logistic Systems AG in München. Er hat bereits für Bundesliga und Champions League eine Loge in der Allianz Arena angemietet und dort schon manches Geschäft eingefädelt. Für ihn ist klar: „Sport bietet beste Gelegenheit, Kontakte zu pflegen. Auch über das rein Geschäftliche hinaus.“

Hinzu kommen neuerdings die vorteilhaften Steuerregeln. Prinzip: Unternehmer brauchen dem Finanzamt nicht mehr zu belegen, welche Aufwendungen im Einzelnen angefallen sind. Stattdessen setzen sie die Kosten für VIP-Logen und Business-Plätze pauschal bei der Steuer ab.

Experte Meyer: „Das erspart lästige Auseinandersetzungen in späteren Betriebsprüfungen.“ Außerdem bleiben die Gäste des Unternehmens vom Finanzamt verschont, wenn der Gast­geber für das Vergnügen (Finanzamtsjargon: Geschenk oder geldwerter Vorteil) die Steuer übernimmt.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 92, nachlesen.

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