Diverses Wo einst Schmuggler die Berge erklommen

Schweizer Natur, steile Gratwanderungen und einkaufsfördernde Zollfreiheit locken nach Samnaun.

Unternehmertum, das stand in dieser früher unzugänglichen Gegend Graubündens für: Schmuggeln, was der Rücken tragen kann. Ein beschwerliches, jedoch recht einträgliches Geschäft. Davon zeugen die vielen opulenten Häuser in Samnaun.

Es sei den „Eingeborenen“ gegönnt, zumal sie sich heute auf eine moderne Form des Warentauschs verlegt haben: den zollfreien Einkauf. Schon so mancher
Besucher konnte etwa den niedrigen Schmuckpreisen nicht widerstehen – oder verließ das Einkaufsparadies gar in einer neuen Luxuskarosse.

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Mehr noch als der Shopping­-Sucht sollten Gäste auf der sommerlichen Suche nach Rückzug und Entspannung in der Dreiländerregion Schweiz-Österreich-Italien der Wanderlust frönen. Auf „Schmuggler-Touren“ oder bei „Grat-Wanderungen“ erschließt sich im Schweizer Nationalpark die ganze Schönheit der zuweilen schroff erscheinenden Gebirgsformationen. Sie spiegeln indes nur wieder, was der Ankömmling gleich bemerkt: den ungewöhnlichen Klang der Stimmen. Rau, vermischt mit Zischlauten, tönt die Sprache, die hier gesprochen wird.

Rätoromanisch, ein Idiom mit Ecken und Kanten, wird nur noch von 35 .000 Schweizern aktiv beherrscht und ist schwer verständlich. Da muss man sich eben voll auf die Berge konzentrieren.

www.samnaun.ch

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