Diverses Zeit, dass sich was dreht

Wirtschaft trifft Politik - der impulse-Zukunftsgipfel hat junge Aufsteiger aus Politik und Wirtschaft an einen Tisch gebracht. Aufgeschlossen, engagiert und ohne Scheuklappen haben Sie diskutiert, woran es in Deutschland krankt. impulse-Leser haben das Aufeinandertreffen beobachtet - und online kommentiert. Mit spannenden Ergebnissen.

Steuerskandal, Mindestlohn, Unternehmerschelte – es ging hoch her, als impulse sechs Aufsteiger aus Wirtschaft und Politik nach Berlin zum Streitgespräch bat. Heiß diskutiert: Sind Unternehmer eigentlich verrückt, wenn sie trotz geringer ­gesellschaftlicher Anerkennung ihrer Berufung treu bleiben? Die Debatte läuft online heftig weiter. Wir dokumentieren engagierte Leser-Beiträge mit den von ihnen im Netz verwendeten Namen:

Sind Unternehmer ­verrückt?

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Dr. Böhm | 7. April 2008, 08:01 Uhr

Nachdem man sich entschieden hat, besteht keine Möglichkeit, vom Unter­nehmer- zum Beamtentum zu wechseln. Aber wie viel Prozent der Unternehmer erhalten mehr Nettolohn als Beamte? Und Frau Drohsel: Wenn Unternehmer schon optimale Bedingungen haben, dann mal los, beweisen Sie es selbst!

Unternehmerfeindliche ­Stimmung

Frankfurter | 16. April 2008, 23:22 Uhr

Ich habe neulich eine Umfrage des Allensbach-Instituts gesehen, in der stand, nur etwa 30 Prozent aller Deutschen schätzen den Beruf des Unternehmers. Das sagt leider alles über die Stimmung in unserem Land. In Amerika wäre dieser Wert sicher deutlich höher. Deshalb sind Aktionen wie dieser Gipfel wirklich zu begrüßen.

Unternehmer vs. Manager

Markus Voigt | 28. März 2008, 16:20 Uhr

Solange nicht zwischen Unternehmern (meist persönlich haftend) und angestellten Managern unterschieden wird, sind solche Diskussionen eher unsinnig. Zumwinkel, Ackermann und Co zählen nicht zu den Unternehmern, wie ich sie sehe. Angestellt, mit einem dicken Gehalt und keinem ­Risiko. Und mit dieser Klientel verwechseln unsere Politiker das deutsche Unternehmertum immer wieder.

Ja, Unternehmer sind ­verrückt

Joachim Iglauer | 2. April 2008, 10:26 Uhr

Für mich sind Unternehmer die, die aus dem Nichts eine Idee oder Vision versuchen umzusetzen. Eine gute Idee vorausgesetzt, gilt es, Banker ­davon zu überzeugen, Kredite zu geben oder Förderprogramme mit dem Unter­neh­mer zu erarbeiten. Lieber ­be­tätigt sich die Bank in hochspekulativen Geschäften in Erwartung hoher Gewinne, mit dem Resultat noch höherer Verluste.

A. Busch | 6. April 2008, 16:00 Uhr

Als Unternehmer verwundert mich die Haltung der Politik nicht mehr. Seit sechs Jahrzehnten spricht man von einer Steuerreform zur Entlastung der Unternehmer und Arbeitnehmer. Was passiert, gleicht einer Farce. Die Konzerne zahlen nichts, der Mittelstand alles.

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