Diverses Zeitarbeit: Hartz-Gesetze steigern Kosten

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Zeitarbeitsbetriebe erwarten durch die Hartz-Gesetze keine positiven Impulse, so eine aktuelle Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.

Der Großteil der Zeitarbeitsbetriebe in Deutschland erwartet von den Neuregelungen durch die Hartz-Gesetze keine positiven Impulse, sondern befürchtet steigende Personalkosten und sinkende Umsätze. Außerdem zeigen nur wenige Zeitarbeitsbetriebe Interesse an Personal-Service-Agenturen als weiterem Geschäftsfeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim unter 471 Zeitarbeitsbetrieben. Sie ist die bisher größte Erhebung in der deutschen Zeitarbeitsbranche außerhalb der amtlichen Statistik.

Das im Dezember 2002 verabschiedete „Erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ sieht gleiche Arbeitsbedingungen für Zeitarbeitnehmer und regulär Beschäftigte vor. Es räumt tarifvertraglichen Regelungen Vorrang vor gesetzlichen Vorschriften ein und enthält Vorschriften zu den Personal-Service-Agenturen (PSA), die künftig im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit Arbeitslose als Zeitarbeitnehmer entleihen sollen.

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Mehr als 85 Prozent der Zeitarbeitsbetriebe erwarten, dass ihre Personalkosten in Folge der neuen gesetzlichen Vorschriften steigen werden. Fast die Hälfte der Betriebe geht sogar von wesentlich höheren Personalkosten aus.

Nicht ganz so einheitlich ist das Bild, wenn die Betriebe nach den Auswirkungen auf ihre Umsätze gefragt werden. Mehr als 70 Prozent rechnen damit, dass ihre Umsätze in Folge der neuen Gesetzgebung zurückgehen werden. Andererseits erwarten knapp 30 Prozent der Betriebe, dass sich die Umsätze nicht ändern oder sogar leicht steigen werden. Mit sinkenden Umsätzen rechnen vor allem diejenigen Zeitarbeitsbetriebe, die sich in starkem Wettbewerb mit anderen Anbietern befinden.

Nur zehn Prozent der Zeitarbeitsbetriebe ist will als PSA tätig werden. Für rund 40 Prozent der Betriebe kommt dies überhaupt nicht in Frage. Mittlere und größere Zeitarbeitsbetriebe mit mehr als 75 Zeitarbeitnehmern zeigten sich eher interessiert als kleinere Entleiher, die den überwiegenden Teil der Zeitarbeitsbranche aus-machen.

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