Diverses Zeugnisse für Topleute

Zeugnisse für Topleute

Zeugnisse für Topleute

Scheiden tut weh. Mal mehr, mal weniger. Das gilt nicht nur fürs Privatleben, sondern auch im Beruf. Aber ob die Trennung nun im Guten oder Bösen erfolgt, der Angestellte hat stets den Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis.

Scheiden tut weh. Mal mehr, mal weniger. Das gilt nicht nur fürs Privatleben, sondern auch im Beruf. Aber ob die Trennung nun im Guten oder Bösen erfolgt, der Angestellte hat stets den Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis. Ein solches zu verfassen, ist nicht immer einfach. Besonders kompliziert wird es bei Führungskräften, die das Unternehmen verlassen wollen. Häufig sind diese unzufrieden mit dem Schreiben der Personalabteilung.

Das Landesarbeitsgericht Hamm setzte sich vor kurzem mit den Anforderungen an ein qualifiziertes Zeugnis für Führungskräfte auseinander. Die Richter kamen dabei zu dem Schluss, dass das Zeugnis in jedem Fall detaillierte Aussagen zur Führungsleistung des Mitarbeiters enthalten muss.

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impulse.de-Tipp: Um Ärger zu vermeiden, beachten Sie bei Führungskräften neben den üblichen Regeln für Arbeitszeugnisse folgende Punkte:

  • Ganz allgemein sollten Sie zu Beginn des Abschnittes über die Führungsleistungen deren Art und Umfang definieren. Denkbar sind Formulierungen wie: „Herr K. führte eine Anzahl von XYZ Mitarbeitern, die in den Bereichen ABC eingesetzt waren. Er sorgte neben Einstellung und effektiver Einarbeitung erfolgreich für deren ständige Aus- und Weiterbildung und Förderung“
  • Bewerten Sie das Durchsetzungsvermögen des leitenden Mitarbeiters, da fehlende Durchsetzungskraft als Zeichen von Führungsschwäche gewertet wird. Möchten Sie beispielsweise die Führungsqualitäten besonders herausstellen, schreiben Sie etwas in der Art von „Die Führung von Mitarbeitern im Bereich ABC stellt hohe Anforderungen an den Vorgesetzten. Herr K. hat alle Disziplinarfragen aufgrund seines Durchsetzungsvermögens stets sehr gut gelöst.“
  • Nehmen Sie in dem Zeugnis Stellung zu den Auswirkungen der Führung auf die Motivation und die Leistung der Mitarbeiter. So spricht etwa die Senkung der Fluktuationsrate oder ein Rückgang der Fehlzeiten für ein gutes Betriebsklima. Hat der Mitarbeiter auf diesem Gebiet einiges geleistet, können Sie das zum Beispiel so honorieren: „Unter der Leitung von Herrn K. haben sich Leistung und Teamgeist in seinem Verantwortungsbereich innerhalb sehr kurzer Zeit äußerst positiv entwickelt.“

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