Diverses Zinssteuer legal vermeiden

Die EU-Länder kassieren Quellensteuer oder tauschen Kontrollmitteilungen aus. Clevere Anleger nutzen Lücken im System und den Service ausländischer Geldhäuser.

Die Geschäfte der Banken im Kleinwalsertal laufen prima. Immer mehr deutsche Kapitalanleger genießen die Vorzüge des österreichischen Bankgeheimnisses. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Geldhäuser in der Alpenrepublik ab dem 1. Juli dieses Jahres Quellensteuer bei EU-Kunden einbehalten müssen. „Kein Problem“, freut sich Roland Jauch von der Raiffeisenbank Kleinwalsertal, „wir haben Angebote ohne diese Zusatzlast parat.“

Keine Frage: Rot-Grün treibt mit anlegerfeindlicher Politik die Besitzer größerer Kapitalvermögen außer Landes. Die haben keine Lust auf permanente Verdächtigungen und kleinliche Schnüffeleien von Finanzbeamten in ihren Geldangelegenheiten.

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Davon profitieren Staaten wie Österreich, Luxemburg oder die Schweiz. Die verteidigen ihr Bankgeheimnis mit Zähnen und Klauen. Dafür nehmen sie sogar eine rapide steigende Quellensteuer in Kauf. Zu erheben bei Kontoinhabern aus dem EU-Ausland. „Das ist eine großzügige Offerte an die EU“, sagt Thomas Sutter von der Schweizerischen Bankiersvereinigung, „weiter gehen wir nicht. Unser Bankgeheimnis steht nicht zur Disposition.“ Das Zugeständnis fällt den Eidgenossen indes relativ leicht, lässt sich die Quellensteuer doch einfach umgehen. Die Strategie: „Wer seine Depots intelligent umschichtet, bleibt verschont“, bestätigt der Kölner Steuerberater und Anlageexperte Udo Delp.

Ab 1. Juli gelten in Europa neue Regeln für die Besteuerung von Kapitalerträgen. Dabei haben die Staaten die Wahl: Entweder sorgen sie dafür, dass alle Banken die Zinseinnahmen ihrer Kunden aus dem EU-Ausland erfassen und davon 15 Prozent als Quellensteuer an den Fiskus abführen. Oder die Geldinstitute müssen Kontrollmitteilungen fertigen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 07/2005, Seite 102, nachlesen.

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