Diverses Zukunft für die Bauwirtschaft?

Zukunft für die Bauwirtschaft?

Zukunft für die Bauwirtschaft?

Rosige Zeiten sehen die Statistiker für die deutsche Bauwirtschaft voraus - aber nur, wenn sie neue Wege beschreitet. Erfahren Sie bei impulse.de, in welche Richtung Unternehmer umdenken müssen.

Alles könnte so schön sein. Aber Thüringen meldet im Wohnungsbau für das erste Halbjahr 2002 ein Minus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Sachsen-Anhalt sind es sogar 35,9 Prozent weniger Aufträge. In Hessen brach der Wohnungsbau um 16 Prozent ein. Einzig das Saarland hat gut lachen: Dort stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 13,1 Prozent.

Einen anderen Eindruck bekommt immerhin, wer einen Blick vom Wohnungs- zum Tiefbau wendet: Dort kann Sachsen-Anhalt ein Plus von 8,8 Prozent verzeichnen, beim gewerblichen und industriellen Tiefbau sogar 17,8 Prozent und beim Straßenbau 5,7 Prozent. Ähnlich sieht es auch in Baden-Württemberg aus.

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Die aktuellen Zahlen decken sich mit der neuesten Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in Bonn. Die Zukunft der Bauwirtschaft in Deutschland haben die Autoren Adrian Ottnand und Peter Hefele unter die Lupe genommen. Neben einer Analyse des Umfeldes, also der Entwicklung der Wohnbevölkerung, der Struktur der Privathaushalte, der Gesamtwirtschaft und den künftigen Produktions- und Bedürfnisstrukturen gehen sie ausführlich auf die daraus resultierenden Folgen für die Bauwirtschaft bis 2010 ein. Bauunternehmen haben eine Chance auf gute Geschäfte, wenn sie die Ratschläge der Autoren beherzigen:

  • Im Wohnungsbau wird es weiterhin weniger Aufträge geben. Im Nicht-Wohnungsbau dagegen soll die Zahl der Aufträge steigen. Ebenso bei Gebäudeerweiterungen, Sanierungsmaßnahmen und im Straßenbau.
  • Bauunternehmen werden ihre Angebotspalette erweitern müssen und in Zukunft die verschiedenen Phasen im Lebenszyklus eines Gebäudes betreuen: Planung, Durchführung, Betrieb.
  • Das deutsche Baugewerbe wird im Ausland nur wenig Absatz erzielen. Bauleistungen können im Gegensatz zu High-Tech-Produkten von jeder Volkswirtschaft erbracht werden. In anderen Ländern sind die Kosten für Bauleistungen jedoch geringer. So wird es eher dazu kommen, dass ausländische Unternehmen ihr Dienste in Deutschland anbieten. Das ist ein weiterer Grund für deutsche Unternehmen, sogenannte Pakete zu schnüren, die weitergehende Dienstleistungen bieten.
  • Um diese weitergehenden Dienstleistungen anbieten zu können, bedarf es hochqualifizierter Arbeitskräfte. Sie müssen sich mit den Themen Automatisierung, Rationalisierung, Baulogistik und Facility Management vertraut machen.

Die Studie kann im Internet unter www.olzog.de für 20 Euro bezogen werden. ISBN: 3-7892-8093-3.

Weiterführende Informationen und Fortbildungsmöglichkeit finden Interessierte im Internet:

Die Interessenvertretung der mittelständischen Bauwirtschaft

Die saarländische Bauwirtschaft

Bauwirtschaft im Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft

Bundesvereinigung Bauwirtschaft

Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg

Hoch und Tief – Fachzeitschrift der Bauwirtschaft

www.baunetz.de

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