Finanzen + Vorsorge 25 Prozent Baukosten sparen

Mit einem Generalplan und modernen Fertigungsmethoden können Unternehmen ihre Baukosten drastisch senken.

Paul Wimmer wusste genau, was er wollte. Der Geschäftsführer der Agrolab Labor GmbH im bayerischen Bruckberg benötigte ein neues, 3000 Quadratmeter großes Laborgebäude. 5,5 Millionen Euro sollte das nach überschlägigen Berechnungen kosten. Doch mehr als vier Mil­lionen Euro wollte er in keinem Fall dafür ausgeben. Also machte er sich auf die Suche nach einem Unternehmen, das ihm das neue Labor zum gewünschten Preis erstellen würde.

Handelseinig wurde er letztlich mit einem Generalplaner, dem Architekturbüro Carpus und Partner.

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„Durch die Zusammenarbeit mit dem Aachener Planungsbüro habe ich rund ein Viertel der ursprüng­lich errechneten Baukosten gespart“, rechnet Firmenchef Wimmer vor. „Da­rüber hinaus habe ich für den Neubau nur einen Ansprechpartner und
brauche mich nicht mit Lieferanten oder Handwerkern herumzuärgern.“ Denn beim Generalplaner laufen alle für die Herstellung eines Gebäudes erforderlichen Maßnahmen zusammen – von den ersten Planskizzen bis zur endgültigen Bauabnahme.

Computer erkennt Fehler

Wichtigstes Instrument der Planer, um die Baukosten in Grenzen zu halten, ist der Computer. Was die Automobilindustrie schon seit Jahren nutzt, hat jetzt auch in der Baubranche Einzug gehalten: Dreidimensionale Computermodelle simulieren den Fortgang des Baus Schritt für Schritt. „So können wir mit Architekten, Handwerkern und Bauherren durch das neue Gebäude gehen, bevor auf der Baustelle auch nur ein Handschlag gemacht wurde“, erläutert ­Dieter Schmitz, Projektmanager bei Carpus und Partner. Bei solchen virtuellen Spaziergängen lassen sich alle wichtigen Fragen schon vor Baubeginn klären. Beispielsweise, wie groß die Räume für die Heizungsanlage sein sollen oder wie tief die Decken abgehängt werden müssen, um alle Leitungen unterzubringen. „Voraussetzung dafür sind bis in alle Einzelheiten ausgearbeitete Pläne aller Beteiligten“, sagt Edzard Schultz vom Planungsbüro Heinle, Wischer und Partner. Nur so lassen sich teure
Änderungen während der Bauphase vermeiden.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2006, Seite 98, nachlesen.

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