Finanzen + Vorsorge Abgesichert profitieren

Garantiezertifikate versprechen Chancen ohne Risiko, Indexpapiere die Teilhabe an Dax und Co. Was die Produkte leisten.

Nicht nur die deutsche Börse fährt mit ihren Investoren neuerdings Achterbahn. Auch Anleger in Asien brauchten in den vergangenen Monaten starke Nerven. Da rauschte der Nikkei 225, der Leitindex der Tokioter Börse, zwischen Herbst vergangenen Jahres und diesem Frühjahr um
40 Prozent bergauf, um dann bis zur Mitte des Sommers um ein Viertel einzubrechen. Seit August fasst der Markt neuen Mut. Wer das Zwischentief überstand und vor einem Jahr ein Indexzertifikat kaufte, das den Verlauf des Nikkei exakt wiedergibt, steht 30 Prozent im Plus.

Wem solch satte Gewinne langsam unheimlich werden, der kann auf ein Garantiezertifikat umschwenken. Der Charme des Strategiewechsels erschließt sich schnell: Während Indexanleger auch schlechte Börsenzeiten durchleben müssen, sind Garantiesparer gegen böse Überraschungen gefeit. Und neben großer Sicherheit haben sie immer noch die Chance auf kleine Gewinne: Steigt der Nikkei wider Erwarten doch noch einmal an, klettert ein Garantieprodukt auf den Index mit gebremstem Elan mit.

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Sehnsucht nach Sicherheit

Die Ruhe im Depot steht bei deutschen Anlegern derzeit hoch im Kurs: Fast die Hälfte aller Zertifikate hat ein Sicherheitspolster eingebaut – rund 1300 Produkte bieten sogar eine 100-prozentige Kapitalgarantie. Sie funktioniert ganz ähnlich wie bei Garantiefonds: Wer das Zertifikat zum Ausgabepreis kauft und bis zum Ende der Laufzeit behält, bekommt nach rund vier bis acht Jahren zumindest sein eingesetztes Kapital zurück. „Die Anleger haben großes Interesse an Garantiezertifikaten“, bestätigt Stefan Wiet­hölter, Leiter des größten deutschen Internet-Finanzportals Onvista. „Auf unserer Website rufen immer mehr Nutzer Informationen dazu ab.“

Doch die hohe Absicherung hat Tücken: Erstens gilt die Garantie in der Regel nur für den Anfangswert des Zertifikats und das Ende der Laufzeit – wer später einkauft und vorher verkauft, muss trotzdem mit Verlusten rechnen. Zweitens wird bei der garantierten Summe die Inflationsrate nicht berücksichtigt. Drittens hält bei Gewinnen der Staat die Taschen auf, denn die Erträge aus Garantieprodukten sind steuerpflichtig. Viertens fließt der größte Teil des Geldes in kaum rentable Anleihen – große Wertsteigerungen sind daher nahezu ausgeschlossen.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 154, nachlesen.

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