Finanzen + Vorsorge Abschied vom günstigen Einheitszins

Künftig wird es auch für Förderkredite keinen einheitlichen Zinssatz mehr geben. Die KfW-Bankengruppe verlangt ab 1. April Zinssätze, die von der Bonität des jeweiligen Unternehmens abhängen.

Statt wie bisher einen einheitlichen
Zinssatz von 5,5 Prozent für alle Förderdarlehen
zu verlangen, variieren die Sätze dann um bis zu drei Prozentpunkte. Beim aktuellen Zinsniveau reicht die Spanne von 3,6 Prozent für Firmen mit
bester Bonität bis 6,7 Prozent für Betriebe
mit schwacher Zahlungsfähigkeit.

Die Entscheidung, wer welchen Zins zahlen muss, liegt allein bei den Hausbanken, die nach wie vor die KfW-Kredite an die Firmen weiterleiten. Die
Banken erstellen für die Firmen ein Rating
und ordnen sie in die neuen Risikoklassen
ein.

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Häufig dürfte der neue Zins höher liegen als die heutigen Konditionen. Dafür sollen aber mehr Mittel an die Firmen verteilt werden. „Wir werden
erreichen, dass künftig wieder mehr Unternehmen Zugang zu Förderkrediten erhalten“, sagt Hans W. Reich, Vorstandssprecher der KfW. Zuletzt hatten
sich die Kreditinstitute bei der Vergabe von Fördermitteln merklich zurückgehalten.
Ihnen waren die Margen für das Durchleiten nicht hoch genug.

So sank in den ersten neun Monaten 2004 das
Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr
von zirka 5,5 Milliarden Euro auf rund 5,2 Milliarden Euro. Obwohl Banken und Sparkassen nun das Kreditrisiko vollständig tragen, wollen sie mehr staatliche Kredite weiterreichen.

Weitere Meldungen aus dem Ressort Finanzen + Vorsorge können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2005, Seite 114, nachlesen.

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