Finanzen + Vorsorge Allianz meldet Gewinnsprung und Rekordumsatz

Trotz hoher Katastrophenschäden verdiente Europas größter Versicherer im vergangenen Jahr mehr als 5 Mrd. Euro. Die Dividendenerhöhung bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Der Aktienkurs fällt.

Die Allianz hat trotz
erheblicher Belastungen durch Naturkatastrophen im vergangenen Jahr ein kräftiges Gewinnplus eingefahren. Der operative Gewinn erhöhte sich um 17 Prozent auf 8,24 Mrd. Euro. Unter dem Strich blieb mit 5,2 Mrd. Euro Gewinn ebenfalls ein deutlich Plus hängen. Der Konzernumsatz stieg um neun Prozent auf den Rekordwert von 106,5 Mrd. Euro. Die Dividende soll von 4,10 auf 4,50 Euro erhöht werden. Hier hatten Analysten etwas mehr erwartet, die Allianz-Aktie notierte am Vormittag rund zwei Prozent im Minus.

Mehr als die Hälfte des Gewinns kam aus dem Kerngeschäft Schaden- und Unfallversicherung. Hier verbesserte die Allianz auch ihre Profitabilität. Die entsprechende Kennziffer, die Schaden/Kosten-Quote, sank um 0,2 Punkte auf 97,2 Prozent. Bei Werten oberhalb von 100 Prozent sind Schadenzahlungen und Verwaltungskosten nicht durch die Prämieneinnahmen gedeckt.

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Eigentlich hatte sich die Allianz für 2010 vorgenommen, die Schaden/Kosten-Quote auf 96,5 Prozent zu verbessern. Dieses Ziel verfehlte sie wegen zahlreicher Großschäden, etwa durch den Wintersturm „Xynthia“ zu Beginn des vergangenen Jahres. Die Belastung durch Naturkatastrophen verdreifachte sich auf 1,3 Mrd. Euro.

Zunehmende Bedeutung gewinnt für die Allianz die Vermögensverwaltung. Hier lagen die Nettomittelzuflüsse für Dritte 2010 mit 113 Mrd. Euro auf Rekordniveau. Insgesamt verwaltet die Allianz für sich und Kunden 1500 Mrd. Euro.

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