Finanzen + Vorsorge Alt-Aktionäre haben kaum Aussicht auf Schadensersatz

Nach der Übernahme von Premiere durch Murdochs Bezahl-Sender Sky brach der Aktienkurs des Unternehmens ein. Das Landgericht München hat eine Klage gegen die Betreiber von Sky auf Schadensersatz abgewiesen.

Die Alt-Aktionäre von Premiere haben wohl kaum eine Chance, Schadensersatz für den Kurseinbruch infolge der deutlich geringeren Abonnentenzahlen zu bekommen. Das Landgericht München hat kürzlich die Klage eines Aktionärs abgewiesen (Az.: 22 Q 2094/09). Der Kläger, der im Juni 2005 1142 Premiere-Aktien gekauft hatte, fühlte sich nach der Veröffentlichung der neuen, deutlich niedrigeren Abonnentenzahlen getäuscht.

Premiere hatte noch von 4,2 Millionen Abonnenten gesprochen. Durch die Änderung der Zählweise sank die Zahl auf 3,6 Millionen, von denen nur 2,3 Millionen direkte Premiere-Kunden waren.

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Das Gericht wies die Klage mit der Begründung ab, es sei nicht erwiesen, dass die später erfolgte Umstellung der Zählweise auch früher schon zu einer drastischen Veränderung der Abonnentenzahlen geführt hätte – mit entsprechenden Folgen für die Aktie. Außerdem habe der Kläger keinen Anspruch auf Schadensersatz nach dem Gesetz über den Wertpapierhandel, da er die Aktien nicht veräußert habe.

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