Finanzen + Vorsorge Auslandseinsatz ohne Risiko

Längst nicht immer gilt der gewohnte Schutz bei Krankheit auch im Ausland. Riskant sind vor allem private und berufliche Aufenthalte in Übersee.

Als der Kölner Messebauer Rainer Gansert vor drei Jahren beim Besuch eines Kunden in Florida stürzte und sich das Handgelenk verstauchte, musste er für den Arztbesuch und die Röntgenaufnahmen mehr als 500 Dollar zahlen. Und die zahlte ihm keine deutsche Krankenversicherung zurück. Heute hat er für solche Fälle vorgesorgt.

Für Firmenchefs wie den Messebauer stellt sich die Frage nach dem Versicherungsschutz bei Erkrankung fern der Heimat gleich doppelt: einmal, wenn er Mitarbeiter ins Ausland schickt. Zum zweiten, wenn er sich selbst außerhalb von Deutschland aufhält. Für beide Fälle bieten die Versicherer Lösungen.

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„Geht es um die Mitarbeiter, kommt das Unternehmen bei der Gestaltung des Versicherungsschutzes meist nicht ohne fremde Hilfe aus“, weiß Jochen Messemer. „Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern“, erläutert der beim Krankenversicherer DKV für das Auslandsgeschäft zuständige Vorstand.

Mal müssen die von der Firma entsandten Mitarbeiter im Ausland pflichtversichert werden. Doch dann ist der Schutz für deutsche Verhältnisse meist unzureichend. Führt die Reise in afrikanische oder asiatische Länder, sind darüber hi­naus die Unterbringungsmöglichkeiten bei schweren Erkrankungen häufig unzumutbar.

Tarife für besondere Fälle

Für Firmen bieten daher führende Versicherer wie Allianz und DKV nicht nur entsprechende Beratung, sondern auch Tarife, die auf die Besonderheiten der einzelnen Regionen abgestimmt sind. Gleiches gilt für den Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE), der Versicherungskonzepte für den Auslandsaufenthalt von Firmenangehörigen und Einzelpersonen entwickelt. Die schließen dann auch im Ernstfall den Versand dringend benötigter Medikamente oder – falls medizinisch erforderlich – den Rücktransport in die Heimat ein.

„Zwar glauben viele Firmenchefs, im Ausland ausreichend versichert zu sein“, sagt Versicherungsberater Stefan Albers aus Montabaur. „Doch häufig trügt der Glaube.“ Dann kann es teuer werden. So wie bei Messebauer Gansert. Denn der ist Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Die zahlen jedoch nur in Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Neben den EU-Staaten sind das die Türkei, Tunesien und die Schweiz. Die USA und die bei vielen Urlaubern beliebten Staaten der Karibik gehören nicht dazu.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 08/2005, Seite 114, nachlesen.

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