Finanzen + Vorsorge Bares für Wahres

Banken und Unternehmer reden oft aneinander vorbei. Was die Kre­dit­institute erwarten, was Firmenchefs in der Praxis liefern und wie gute Finanzkommunikation aussieht, zeigt die Studie von Euler Hermes, BDI und impulse.

Frank Hunze gibt sich gegen­über seiner Hausbank offenherzig. Der Chef des Kölner Maschinenbau-Unternehmens Hunze Service schickt seinem Kundenberater bei der Sparkasse jeden Monat eine Aufstellung mit den aktuellen Firmenkennzahlen: eine betriebswirtschaftliche Auswertung mit einer Summen- und Saldenliste und am Jahresbeginn zusätzlich einen Finanzplan.

Die Offenheit hat sich ausgezahlt. Im Frühjahr belohnte die Sparkasse den Unternehmer mit einem besseren Rating. „Für meinen Kontokorrentkredit zahle ich jetzt deutlich niedrigere Zinsen als vorher“, freut sich der Chef von 20 Mitarbeitern.

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Bank wird zum Partner

Professionelle Finanzkommunika­tion lohnt sich. Für mittelständische Unternehmer zahlt sie sich sogar in barem Geld aus. Doch nur wenige sind so weit wie Frank Hunze, belegt die aktuelle Studie „Finanzkommunika­tion im Mittelstand“, die impulse ­gemeinsam mit dem Kreditversicherer Euler Hermes und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) initiiert hat.

Marktforscher haben dazu einen repräsentativen Querschnitt von Unternehmen und Kredit­instituten befragt.
Zwar versorgen 82 Prozent der Unternehmen ihre Banken, Factoring-Anbieter und Kreditversicherer regelmäßig mit­ Informationen. Und viele Unternehmer sehen in ihren Kapitalgebern längst keine Gegner mehr, sondern Geschäftspartner. Sie gehen deshalb weit weniger zurückhaltend mit ihren Finanzinformationen um als häufig angenommen.

Aber: Für Kreditinstitute sind sie damit immer noch nicht transparent genug. So wünschten sich zum Beispiel 81 Prozent der Kapitalgeber, regelmäßig eine Offene-Posten-Liste zu sehen. Doch nur 53 Prozent der Unternehmen können damit dienen. Ebenso bei Informationen über die Strategie, die sich 67 Prozent der Banken wünschen. Nur 31 Prozent der Mittelständler liefern sie.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2005, Seite 112, nachlesen.

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