Finanzen + Vorsorge Cash für Ihre Firma

Expandierende Start-Ups erhalten Kapital und Know-how von Beteiligungsgesellschaften. So finden Sie Ihren Partner.

Schnell wachsende Unternehmen
benötigen vor allem eines:
viel Geld. Denn nach der zumeist
kostspieligen Produktentwicklung
steht die ebenso kapitalintensive
Markteinführung an. Doch Anfragen
an die üblichen Finanzpartner wie
Banken oder Leasing-Gesellschaften
helfen Chefs häufig nicht weiter. „Vor
allem für junge Betriebe, die weder
über Anlagevermögen, materielle Sicherheiten
noch über einen festen
Kundenstamm verfügen, kommen die
herkömmlichen Geldgeber nicht in
Frage“, sagt Rolf-Dieter Lafrenz von
der Schickler Unternehmensberatung.

Der Hamburger Experte weiß, wo
diese Gründer dennoch an Kapital
kommen: „Bei so genannten Beteiligungs-
oder Venture-Capital-Gesellschaften,
die Eigenkapital statt Kredite
vergeben“, sagt Lafrenz, der bereits
zahlreiche Start-ups unterstützt hat.
Dem Unternehmer steht das Geld für
die geplante Investition zur Verfügung.
Im Gegenzug sind die Finanziers
an der Firma beteiligt.

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Bereits mehr als 154 Millionen Euro
haben die rund 200 Mitglieder des
Bundesverbands deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften
im ersten
Halbjahr 2003 in junge Firmen investiert.
Das ist noch relativ wenig, wenn
man das Boomjahr 1998 zum Vergleich
heranzieht: Damals schütteten
die Investoren mehr als 420 Millionen Euro an Gründer aus.

Nach wie vor
hoch im Kurs stehen Firmen aus den
Branchen Biotechnologie, Computer
und Kommunikation.
Die Beteiligungsgesellschaften haben
nicht nur Geld zu bieten: „Wir
profitieren auch von der Managementunterstützung
und den Kontakten
unseres Partners“, sagt Andreas
Prüfer, Gründer und Vorstandsmitglied
der Delticom AG. Das Unternehmen
aus Hannover lernte 1999 bei
einer Kurzpräsentation, einem so genannten
Elevator-Pitch, die Deutsche
Venture Capital Gesellschaft kennen.
Nach fünfmonatigen Verhandlungen
einigten sich Prüfer und sein Partner
Rainer Binder mit dem Münchner Finanzier auf drei Millionen Euro zur
Absicherung ihrer Wachstumsstrategie
und übertrugen dafür zehn Prozent
ihrer Firma. „Unser Betreuer
berät uns zum Beispiel, wenn wir Produkte
einführen oder neue Kundenkreise
erschließen wollen“, berichtet
der 40-jährige Prüfer. Die Zusammenarbeit
mit dem Sparringspartner
funktioniert hervorragend: Bereits im
Jahr vier nach Gründung ist Delticom
Europas führender Reifenhändler im
Internet und peilt für 2003 rund 45
Millionen Euro Umsatz an.

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