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Andere Länder, andere Zahlungssitten. Kontern Sie mit Auslandsfactoring.

Im Auslandsgeschäft ist John Krohn ein alter Hase. Sein Unternehmen Oro-Produkte Marketing International GmbH liefert Haushaltsreiniger und Lufterfrischer schon seit Jahrzehnten auch an Kunden außerhalb Deutschlands. Diese Erfahrung hat den Unternehmer aus dem ostwestfälischen Herford einiges gelehrt: „Im Ausland herrschen andere Zahlungssitten. Da kann es schon mal sein, dass man vier Monate auf sein Geld wartet.“ Das ist ihm zu lang. Daher verkauft er alle Forderungen gegenüber ausländischen Geschäftspartnern an die Deutsche Factoring Bank. Die zahlt Krohn 90 Prozent der Rechnungssumme sofort aus. „Das bringt mir finanzielle Sicherheit. Und ich muss nicht mit unseren Kunden über mittel- und südeuropäische Zahlungsgepflogenheiten streiten“, sagt der Chef von 22 Mitarbeitern.

Lange Fristen im Ausland

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Das Geschäft mit grenzüberschreitendem Factoring hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Mit über zehn Milliarden Euro macht es bereits rund ein Fünftel des Umsatzes deutscher Anbieter aus. „Die Nachfrage wird noch weiter steigen“, prognos­tiziert Franz Michel, Geschäftsführer der Factoring-Gesellschaft Coface Finanz, Marktführer im Ankauf von Rechnungen aus dem Exportgeschäft: „Denn ausländische Kunden bestehen auf immer längeren Zahlungszielen.“ Mit Auslandsfactoring wälzen viele Mittelständler dieses Risiko ab und sichern zudem ihre Liquidität.

Das Geschäft läuft ähnlich wie der Verkauf von Inlandsforderungen. Für jedes Unternehmen legt der Factoring-Anbieter eine maximale Rechnungssumme und ein entsprechendes Zahlungsziel fest. Grundlage ist die Bonität der Geschäftspartner. Im Gegenzug reicht der Unternehmer regelmäßig seine Rechnungen ein. Meist überweist der Factor 90 Prozent der Summe sofort. Allerdings kaufen nicht alle Factoring-Firmen Forderungen jedes Landes an. „Wir nehmen nur Forderungen aus EU- und OECD-Ländern. Keine Exoten“, bestätigt Helmut Karrer, Chef der Royal Bank of Scotland Factoring.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2006, Seite 118, nachlesen.

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