Finanzen + Vorsorge Chefdepots

Lebens­versicherungen, Steuersparfonds und Immobilien werfen kaum noch Rendite ab. Deshalb müssen Chefs dringend ihr Depot umbauen: Wer weiter gut verdienen will, investiert jetzt in Aktien, Rohstoffe und Renten.

Jedes Jahr das gleiche Ritual. Kurz vor Jahresultimo ordert Peter Winkler, GmbH-Geschäftsführer aus München, bei seinem Anlageberater noch schnell einen Steuersparfonds, um seine Gewinne zu drücken. Sieben geschlossene Fonds hat sich der Anlagenbauer auf diese Weise ins Depot geholt. Daneben lagern zwei Kapitallebensversicherungen, zwei offene Immobilienfonds, der Kaufvertrag für sein Wohngeschäftshaus und einige Aktien im Banktresor.

Doch Winklers Anlagestrategie geht dieses Jahr erstmals nicht mehr auf. Die Gründe: Steuersparfonds sind de facto abgeschafft. Lebensversicherungen bieten keinen Steuervorteil mehr. Und die Rendite der Immobilienfonds sei von sechs auf nur noch ein Prozent gesunken, klagt Winklers Anlageberater.

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Das entzieht den Vorsorgeplänen vieler Firmenchefs die Grundlage. Die klassischen Geldanlagen der Unternehmer – geschlossene Fonds, Le­bens­versicherungen, Immobilien – funktionieren plötzlich allesamt nicht mehr. „Unternehmer müssen dringend ihre Vorsorgestrategie von Grund auf neu zusammensetzen“, warnt Marcel Lähn, Leiter Anlage­strategie im Private Banking der
Sal.-Oppenheim-Tochter BHF-Bank. Denn die Rendite vieler Depots ist von acht auf weniger als vier Prozent geschrumpft.

Dabei gibt es Alternativen. Wer neu investiert, setzt auf Aktien statt Lebensversicherungen, kauft Rentenpapiere an Stelle von Immobi­lien und erwirbt Rohstoffe und alternative Investments statt geschlossener Fonds. Lähn: „Viele alte Werte müssen raus aus den Depots, neue zukunftsweisende Anlagen rein.“

Die anstehenden Vermögensbewegungen könnten riesige Ausmaße annehmen. Kaum eines der rund drei Millionen Wertpapierdepots von Mittelständlern, das nicht betroffen ist. „Im Schnitt hat jeder Firmenchef rund 100.000 Euro an Wertpapieren“, sagt Robert Weiher, Leiter Firmenkundengeschäft der DAB Bank. Macht in der Summe 300 Milliarden Euro, die Unternehmer jetzt unter die Lupe nehmen sollten.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2006, Seite 10, nachlesen.

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