Finanzen + Vorsorge Commerzbank-Vorstand Beumer warnt vor Euro-Zusammenbruch

Commerzbank-Vorstand Markus Beumer warnt vor dramatischen Folgen für Deutschland, sollte der Euro zerbrechen. „In Zypern können Sie sehen, was passiert“, sagte er im Gespräch mit impulse. Außerdem kritisierte er die fehlende finanzielle Solidarität innerhalb der Euro-Zone.

 

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Der Mittelstandsvorstand der Commerzbank, Markus Beumer, warnt vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone: „Die Rückkehr zu nationalen Währungen würde die Wirtschaft schwer treffen“, sagte er im Interview mit impulse. In Zypern könne man sehen, was passiert: „Man kann kein Geld mehr abheben, kein Geld mehr transferieren.“ Die exportabhängige deutsche Wirtschaft würden solche Kapitalverkehrskontrollen besonders hart treffen. „Wie schnell wird ein deutsches Unternehmen illiquide oder insolvent, wenn jede zweite Auslandsrechnung nicht mehr bezahlt wird?“, fragt Beumer, um sogleich die Antwort zu geben: „Da reden wir, je nach Firma, über Wochen oder Monate.“

Beumer kritisiert zudem die fehlende finanzielle Solidarität innerhalb der Euro-Zone: „In Deutschland hat man das mit dem Länderfinanzausgleich über 60 Jahre praktiziert. Wenn es um Europa geht, herrscht aber eine renationalisierte Denkweise“, sagte Beumer gegenüber impulse. Die Staatsschuldenkrise sei zwar „nicht ausgestanden“, so der Commerzbank-Vorstand. „Auf Sicht von drei bis fünf Jahren rechnen wir aber nicht mit einem Megaproblem.“

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