Finanzen + Vorsorge Der richtige Schutz für Gmbh-Chefs

Der richtige Schutz für Gmbh-Chefs

Der richtige Schutz für Gmbh-Chefs

Selbständig oder angestellt? Eine falsche Einstufung kann für Gmbh-Chefs teuer werden. Wie Sie Ihre Situation prüfen.

Acht Jahre zahlte Unternehmer
Alfons Bantesch in die gesetzliche
Rentenversicherung ein. Als
er bei der Bundesversicherungsanstalt
für Angestellte (BfA) um eine Rentenberechnung
bat, kam die böse Überraschung.

Die BfA teilte ihm mit, dass
er nicht sozialversicherungspflichtig
sei und damit keinen Anspruch auf
Erwerbsminderungsrente habe. Damit
ist Bantesch ohne finanziellen
Schutz, wenn er seinem Beruf nicht
mehr nachgehen kann.

Anzeige

Die Frage, ob Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung
– dazu gehören neben
der gesetzlichen Rentenversicherung
auch Arbeitslosen- und Krankenversicherung
– zu zahlen sind, sollte jeder
Gesellschafter-Geschäftsführer zu Beginn
seiner Tätigkeit als Firmenchef
klären. »Anderenfalls kann es passieren
«, weiß Rolf Ponzelet, Präsident
des Bundesverbands der Rentenberater,
»dass Unternehmer jahrelang
Beiträge zahlen und im Ernstfall ohne
Schutz dastehen.«

Verbindliche Auskünfte, ob jemand
sozialversichert ist oder nicht,
gibt es beim zuständigen Arbeitsamt
(Bundesagentur für Arbeit), den
Krankenkassen und der BfA. Rolf
Ponzelet rät GmbH-Geschäftsführern,
von der zuständigen Krankenkasse
eine Auskunft zur Versicherungspflicht
anzufordern. Die Formulare
von der Kasse sollte der Firmenchef
ausfüllen und die Krankenkasse
bitten, die Entscheidung zwecks Zustimmung
an Arbeitsamt und BfA

»Für Unternehmer kann ein Irrtum
bei der Sozialversicherungspflicht
gravierende finanzielle Schäden nach
sich ziehen«, sagt Versicherungsberater
Stefan Albers aus Montabaur. Die
Rentenkasse prüft erst im Leistungsfall
– wenn sie beispielsweise nach einem
Unfall eine Erwerbsminderungsrente
zahlen soll –, ob ihrer Auffassung
nach eine Versicherungspflicht
des Geschäftsführers besteht. Ist das
nicht der Fall, werden aus den in
den vergangenen Jahren gezahlten
Pflichtbeiträgen plötzlich freiwillige
Zahlungen.

Mit fatalen Folgen für den Firmenchef.
»Er hat dann bei einer
schweren Krankheit oder nach einem
Unfall keinen Anspruch mehr auf die
Erwerbsminderungsrente«, erläutert
Experte Ponzelet. »Die Rechte darauf
lassen sich nämlich nur mit Pflichtbeiträgen
erwerben.« Selbst wenn er
voll erwerbsunfähig ist, gibt es trotz
jahrelanger Beitragszahlung kein Geld
aus der gesetzlichen Rentenkasse.

Kommt bei einer Insolvenz der
GmbH das Arbeitsamt zu der Entscheidung,
dass der Chef keine
Pflichtbeiträge zu zahlen hatte, gibt es
auch kein Geld von der Arbeitslosenversicherung.
»Darüber hinaus«, ergänzt
der Düsseldorfer Rentenberater,
»muss die Bundesagentur für Arbeit
in solchen Fällen nur die Beiträge der
letzten vier Jahre zurückerstatten.«

Den kompletten Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von impulse – jetzt im Handel.

Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...